Vor zwanzig Jahren, als ich mit der Arbeit an Kommunikationsinfrastrukturprojekten begann, war die Testausrüstung einfach und bot nur begrenzte Funktionen. Die Bildschirme waren monochrom, die Akkus hielten nicht lange, und es gab keine Software zur Berichtsverwaltung. Tests durchzuführen war eine echte Herausforderung: nicht nur der Test selbst, sondern auch die Interpretation der Ergebnisse, um Netzwerkprobleme zu erkennen und zu beheben. Heute sieht die Sache ganz anders aus.
Moderne Testgeräte erstellen nicht nur professionelle Berichte, die direkt an den Kunden übermittelt werden, sondern bieten auch spezifische Funktionen zur Fehlersuche. Dazu gehört die Reflektometrie im Zeitbereich, die eine übersichtliche Darstellung des NEXT- und RL-Verhaltens entlang der Verbindung ermöglicht. Weitere Funktionen umfassen hochentwickelte, austauschbare Kupfer- und Glasfasermodule, einen farbigen Touchscreen und detaillierte Grafiken zu jedem Messparameter.
Allerdings gibt es immer noch viele Techniker, die wenig über Testtheorie oder bewährte Verfahren zur Netzwerkzertifizierung wissen. Hinzu kommt die Unannehmlichkeit, dass der Endkunde ein „Bestanden“ in den gelieferten Berichten als ultimativen Beweis ansieht und es als ausreichenden Beleg für die Leistungsfähigkeit des Netzwerks und die Funktionsfähigkeit unternehmenskritischer Anwendungen betrachtet.
Nachfolgend eine unvollständige Liste möglicher Ursachen für ein „nicht bestandenes“ Testergebnis:
Die Testgeräte sind nicht kalibriert.
Die Feldreferenz wurde nicht erstellt.
Der Akku ist fast leer.
Die optischen Module haben ihre Betriebstemperatur noch nicht erreicht.
Die Gerätekonfiguration ist fehlerhaft.
Die Testmethodik ist fehlerhaft.
Der gewählte Standard ist falsch.
Kabel und Verbindungsmodule sind verschlissen
Die Anschlüsse sind verschmutzt.
Die Anschlüsse sind beschädigt und zerkratzt.
Im Kabelwerk kommt es zu übermäßiger Biegung oder Kompression.
Die Glasfaser ist defekt (z. B. Patchkabel).
Die Patchkabelfaser unterscheidet sich von der Art der installierten Glasfaseranlage.
Die Module für eingeschränkten Datenfluss (EF) werden nicht verwendet.
Die Module sind multimode, aber es wird Singlemode-Faser getestet oder umgekehrt.
Und ganz klar, minderwertige oder leistungsschwache Komponenten ...
Selbstverständlich bieten Ihnen Produkte, die Sie über autorisierte Händler beziehen, absolute Sicherheit. Darüber hinaus werden unsere Hochleistungslösungen von unseren Partnern aus dem PartnerPro-Netzwerk installiert, deren Mitglieder ein strenges Schulungsprogramm in unserer Infrastrukturakademie absolvieren müssen.
Doch ist alles in Ordnung, wenn der Bericht ein positives Ergebnis anzeigt? Wir haben festgestellt, dass ein fälschliches positives Ergebnis bei der Messung einer optischen Verbindung viel häufiger vorkommt, da Glasfasertests Kenntnisse über zusätzliche Gerätekonfigurationen erfordern, die die Eigenschaften der Verbindung und die vom Kunden benötigten Netzwerktechnologien detailliert beschreiben.
Was wäre Ihnen für den Betrieb Ihres Netzwerks wichtiger? Zu wissen, dass die Verbindung ausfällt, oder die Gewissheit, dass der Verbindungsbericht „bestanden“ anzeigt, obwohl der Test fehlerhaft durchgeführt wurde? Was passiert, wenn die optische Verbindung in einem Rechenzentrum eingesetzt wird, wo Anwendungssicherheit erforderlich ist: nicht nur ein Test mit dem Ergebnis „bestanden“ gemäß TIA- oder ISO-Standards, sondern auch die Gewissheit, dass die Anwendung über den Kommunikationskanal fehlerfrei läuft?
Wenn Sie mehr über dieses faszinierende Thema erfahren möchten, laden wir Sie zu unserem nächsten Webinar in spanischer Sprache (10. Mai) ein, in dem wir uns mit den wichtigsten Aspekten der Prüfung von Glasfaserkabeln, der korrekten Verwendung des Glasfaser-Leistungsrechners und der Konfiguration der modernsten Geräte auf dem Markt befassen werden. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit unserem Partner Fluke Networks statt.













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