Kürzlich stießen wir auf ein großes Projekt zur Installation von Netzwerkkanälen mit digitaler optischer Übertragungstechnik. Im Prinzip ist dies nicht so komplex wie herkömmliche Netzwerkstrukturen. Wir könnten SDH nutzen und über die Backbone-Leitung mit Switches auf die Verbindungen zugreifen. Da die SDH-Geräte jedoch während der Bauphase das gesamte Gelände abdecken, mussten wir für die Fernverbindungen eine andere Lösung finden. Glücklicherweise verfügen wir über umfangreiche Erfahrung mit Glasfaser-Transceivern. Auf dieser Seite stellen wir daher die Anwendung von Glasfaser-Transceivern im Netzwerkaufbau vor und nutzen dabei unsere bisherigen Erfahrungen.
Multimode-Glasfaser-Transceiver und Multimode-Glasfaserkabel
Ein Glasfaser-Transceiver ist ein Ethernet-Übertragungsgerät, das Licht- und elektrische Signale austauschen kann. Glasfaserkabel, die Daten über Netzwerke übertragen, lassen sich in Multimode- und Singlemode-Glasfaserkabel unterteilen. Der Kerndurchmesser von Multimode-Glasfaserkabeln liegt zwischen 50 und 62,5 µm, der von Singlemode-Glasfaserkabeln bei 8,3 µm. Diese Daten sind für uns nicht intuitiv; wir können die Kabel anhand der Farben unterscheiden: Multimode-Glasfaser-Pigtails sind orange, Singlemode-Glasfaserkabel gelb. Aufgrund ihrer begrenzten Übertragungsdistanzen eignen sich Multimode-Glasfaserkabel nur für Verbindungen zwischen Gebäuden. Da sie jedoch vergleichsweise günstig sind, werden sie dennoch häufig eingesetzt.
Singlemode-Glasfaser-Transceiver-Serie
Mit der technologischen Entwicklung gewinnt die Verwendung von Singlemode-Glasfaserkabeln für die Installation von Weitverkehrsnetzen immer mehr an Bedeutung. Viele Kunden nutzen heutzutage direkt Glasfaser-Transceiver, was als FTTH (Fiber to the Home) bezeichnet wird. Wir stellen Ihnen verschiedene Arten von Glasfaser-Transceivern vor, die alle auf Singlemode-Glasfaserkabeln basieren. Abbildung 2 zeigt den HP Transceiver JD119B Single-Mode SFP.
Dual Fiber Single Network Port
Der Glasfaser-Transceiver mit zwei Glasfasern und einem Netzwerkanschluss verwendet nur zwei Fasern: eine zum Empfangen und eine zum Senden. Mehrere Glasfaser-Transceiver ermöglichen den Austausch von elektrischen und optischen Signalen. Als Netzwerkgerät kann beispielsweise ein Switch oder ein Server dienen. Man kann sich den Glasfaser-Transceiver wie einen PC vorstellen, der über ein direktes Kabel mit dem Switch und über ein Kreuzkabel mit dem Server verbunden ist. Dank der technologischen Weiterentwicklung verfügen Glasfaser-Transceiver heutzutage meist über einen adaptiven Modus (automatische Anpassung an Kreuz- und Direktverbindungen), was die Projektierung vereinfacht.
Einzelner Glasfaseranschluss, einzelner Netzwerkanschluss
Mit der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung stehen wir vor dem unvermeidlichen Problem der Glasfaserknappheit. Manche Unternehmen möchten ihr Netzwerk ausbauen, haben aber nur Glasfaser zur Verfügung. In solchen Fällen kommt der Einsatz von Singlemode-Glasfaser-Transceivern zum Einsatz. Diese Transceiver übertragen Signale über Glasfaser und nutzen dabei die WDM-Technologie. Ein verwandtes Produkt ist der passive CWDM-Multiplexer (siehe Abbildung). Die Wellenlängen betragen üblicherweise 1310 nm und 1550 nm, wobei 1310 nm für die Übertragung und 1550 nm für den Empfang verwendet werden.
Dual-Ethernet-Anschluss mit Einzelfaseranschluss
Mit der Geschäftsentwicklung stiegen die Anforderungen einiger Abteilungen. Beispielsweise organisierten wir ein Netzwerk für eine Bank, die zwei separate Ethernet-Leitungen benötigte. Dafür war ausgereifte und sichere Glasfaser-Transceiver-Technologie erforderlich. Um die Kosten für Glasfasergeräte zu senken und Netzwerke über eine einzige Glasfaser zu realisieren, haben wir versucht, Glasfaserressourcen zu sparen. Unsere Lösung: 10/100-m-Adaptive-Port-Geräte ermöglichen den Zugriff auf Ethernet-Verbindungen mit einer Reichweite von bis zu 60 km und unterstützen gleichzeitig Netzwerkmanagementfunktionen.
Gigabit-Glasfaser-Transceiver und integrierte optische Schnittstellenschalter
Die Vorteile von Glasfaser-Transceivern für die Netzwerkverbindung liegen nicht nur in der Stabilität, sondern auch in der hohen Übertragungsgeschwindigkeit – 100 Mbit/s Vollduplex und sogar 1000 Mbit/s Duplex. Beispielsweise nutzte ein Maschinenbauunternehmen anfangs eine 100-Mbit/s-Verbindung, benötigte aber aufgrund des Geschäftswachstums höhere Geschwindigkeiten. Dank des technologischen Fortschritts stehen uns nun Gigabit-Glasfaserkabel zur Verfügung. Optisch unterscheiden sie sich nicht von 100-Mbit/s-Glasfaser-Transceivern. Die verwendeten Glasfaser-Transceiver lassen sich direkt in das vorhandene Netzteilgehäuse einbauen; es muss lediglich der Transceiver ausgetauscht und die Bandbreite von Fast-Ethernet auf Ethernet erweitert werden. Im Bildungssektor werden hingegen bevorzugt integrierte Gigabit-Glasfaser-Schnittstellen an den Switches eingesetzt.













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