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Vorteile von Glasfaser- und passiven optischen LAN-Tests

  • Vorteile von Glasfaser- und passiven optischen LAN-Tests Fibermart
  • Dienstag 20 März, 2018
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In den letzten Jahren haben passive optische LANs als Alternative zu horizontalen strukturierten Kupferverkabelungen in einer Vielzahl von Unternehmensbereichen deutlich an Popularität gewonnen.
 
Die Technologie führt Glasfaser aus dem Steigleitungsnetz und dem Rechenzentrum heraus, und damit einher geht die Notwendigkeit, dass Glasfasertechniker diese Systeme im horizontalen Raum testen.
 
Werfen wir einen genaueren Blick auf diese passiven optischen Systeme.
 

Wie funktionieren sie?

 
Passive optische LANs sind eine Punkt-zu-Mehrpunkt-Glasfaserarchitektur, die passive optische Splitter verwendet, um das Signal einer Singlemode-Faser in mehrere Glasfasersignale aufzuteilen. Die Signale werden gleichzeitig in beide Richtungen über separate Wellenlängen mittels Wellenlängenmultiplexverfahren (WDM) übertragen – 1310 nm für Upstream-Daten und 1490 nm für Downstream-Daten.
 
Optische Splitter sind in verschiedenen Teilungsverhältnissen wie 1:8, 1:16 und 1:32 erhältlich und erfüllen im Prinzip denselben Zweck wie ein Netzwerk-Switch. Allerdings werden sie nicht elektrisch mit Strom versorgt – daher wird diese Technologie als „passiv“ bezeichnet.
 
Die Singlemode-Faser, die am Splitter ankommt, stammt von einem optischen Linienabschluss (OLT), der sich typischerweise in einem Rechenzentrum oder einem Hauptgeräteraum befindet.
 
Vom Splitter gehen mehrere Glasfasern ab, die mit optischen Netzwerkterminals (ONTs) verbunden sind. Diese wandeln das optische Signal in mehrere symmetrische Signale um, die dann über verdrillte Kupferkabelpaare zu den Endgeräten übertragen werden.
 

Welche Vorteile bietet das?

 
Da passive optische LANs Singlemode-Fasern verwenden, sind sie nicht durch die 100-Meter-Kanaldistanz von Kupferkabeln begrenzt, sondern können Entfernungen von bis zu 20 Kilometern erreichen. Dies ist ideal für große Anlagen oder eigentlich für jede Anlage, in der 100 Meter nicht realisierbar sind.
 
Neben der Beseitigung der Entfernungsbegrenzung besteht der Hauptvorteil passiver optischer LANs hinsichtlich der Kosteneinsparung darin, dass Telekommunikationsräume und die dazugehörige Strom- und Kühlinfrastruktur entfallen. Die in diesen Systemen verwendeten kleineren und leichteren Singlemode-Glasfaserkabel reduzieren zudem den Platzbedarf und die benötigte Leitungslänge.
 
Zu den weiteren Vorteilen, die von Befürwortern passiver optischer LANs und von Glasfasersystemen im Allgemeinen hervorgehoben werden, gehören eine verbesserte Sicherheit und die Beseitigung der mit Kupferkabeln verbundenen Probleme des Übersprechens und der elektromagnetischen Störungen (EMI/RFI).
 

Wie werden sie getestet?

 
Wie jedes Glasfasersystem erfordert auch ein passives optisches LAN eine Einfügedämpfungsmessung. Und wie bei jedem Glasfasersystem basiert die Gesamtdämpfung auf dem gesamten Übertragungsweg zwischen den anwendungsspezifischen Geräten – im Falle eines passiven optischen LANs zwischen OLT und ONT. Das bedeutet, dass alle Komponenten dazwischen – Kabel, Steckverbinder, Splitter und Spleiße – zur Dämpfung beitragen. Und wie bei jedem Glasfasersystem ist die Sauberkeit der Steckverbinder von entscheidender Bedeutung. Daher sollten die Steckverbinder auf Verschmutzungen überprüft werden.
 
Für passive optische LANs beträgt die zulässige Einfügedämpfung minimal 13 dB und maximal 28 dB bei einer Entfernung von 20 km. Die in einem passiven optischen LAN verwendete Singlemode-Faser sollte sowohl bei 1310 nm als auch bei 1490 nm getestet werden. Die Testreferenzkabel müssen über einen APC-Stecker (Angled Polished Contact) verfügen, der dem in passiven optischen LANs verwendeten Stecker entspricht.
 
Die besten Verfahren für passive optische LAN-Tests werden in den kommenden internationalen Standard IEC 61280-4-3 aufgenommen, der in Übereinstimmung mit bestehenden TIA- und ISO/IEC-Standards eine Lichtquelle/ein Leistungsmessgerät für Tier-1-Tests und ein OTDR für Tier-2-Tests in Upstream-Richtung vorschreibt.

 

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