Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Methoden entwickelt, um Erdrutsche vorherzusagen. Eine der neueren Methoden nutzt Glasfaserkabel, um eine Art Nervensystem – genauer gesagt ein Spinnennetz – zu schaffen, dessen Vibrationen überwacht werden können, um das Auftreten eines Erdrutsches vorherzusagen. Natürlich mag es nicht schwer erscheinen, Erdrutsche vorherzusagen, aber tatsächlich sterben jedes Jahr Tausende durch Steinschläge und Erdrutsche. Dies ist nur eine von vielen Technologien, die dazu beitragen können, diese Probleme ganz zu vermeiden.
Das Gerät, das derzeit zur Ermittlung von Erdrutschen eingesetzt wird, ist ein elektronischer Neigungsmesser. Er wird an Hängen angebracht, die als besonders gefährdet gelten. Er meldet uns jedoch nur, wenn sich der Neigungswinkel des Hangs gegenüber dem ursprünglichen Wert ändert. Dadurch haben wir kaum mehr als ein paar Minuten Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Wer sich bereits dort befindet, hat weder eine Warnung noch Zeit zu reagieren. Aus diesem Grund wurden neue Methoden entwickelt.
Stattdessen werden bei diesem neuen System Glasfasermodule rund um problematische Hänge verlegt. Bodenverschiebungen oder Zugspannungen werden von den Modulen erfasst und an einen Experten weitergeleitet. So kann die Zeit bis zum Eingreifen mehrere Stunden oder länger betragen. Diese Glasfasermodule sind zudem deutlich robuster als Neigungsmesser, sodass sie bei Erdrutschen weniger Schaden nehmen.
Diese Version mit Glasfaserkabeln entstand ebenfalls nach der Idee, mithilfe akustischer Sensoren in den Bergen mögliche Erdrutsche vorherzusagen. Bisher scheinen Glasfaserkabel effektiver zu sein, doch Wissenschaftler arbeiten weiterhin daran, weitere Möglichkeiten zur Vorhersage von Erdrutschen zu finden, um mehr Menschen zu retten.












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