Wenn Ihr Netzwerk ältere Kupferkabel und ein anderes schnellere und zuverlässigere Glasfaserkabel nutzt, können Sie diese mithilfe eines speziellen Produkts, dem sogenannten Glasfaser-Medienkonverter, miteinander verbinden. Ein Medienkonverter wandelt Signale von Kupferkabeln in Glasfasersignale um und lässt ein Kabel wie ein anderes aussehen, ohne die Netzwerkstruktur zu verändern. Dank dieser Funktion können Netzwerkverantwortliche, die ihre Systeme von Kupfer auf Glasfaser umrüsten müssen, aber nicht über das nötige Budget, Personal oder die nötige Zeit verfügen, einfach auf Medienkonverter zurückgreifen.
Ein Glasfaser-Medienkonverter ist ein kleines Gerät mit zwei medienabhängigen Schnittstellen und einer Stromversorgung. Er empfängt Datensignale von einem Medium, konvertiert sie und überträgt sie an ein anderes. Er kann nahezu überall in einem Netzwerk installiert werden. Die Art des Anschlusses hängt von der Auswahl des zu konvertierenden Mediums ab. In einer Fast-Ethernet-Umgebung verbindet ein 100Base-TX-zu-100Base-FX-Medienkonverter ein 100Base-TX-Twisted-Pair-Gerät mit einem 100Base-FX-kompatiblen Single- oder Multimode-Glasfaseranschluss mit Glasfaseranschluss. In Gigabit-Ethernet wird ein Medienkonverter üblicherweise eingesetzt, um Multimode-Glasfaser in Singlemode-Glasfaser umzuwandeln. Medienkonverter sind für den Einsatz in Ethernet-Netzwerken und einigen ATM-Anwendungen konzipiert. Medienkonverter spielen auch eine Rolle bei der optischen Last-Mile-Verbindung zu städtischen Netzwerken.
Wie funktioniert ein Glasfaser-Medienkonverter?
Medienkonverter arbeiten auf der physikalischen Schicht des Netzwerks. Sie empfangen Datensignale von einem Medium und konvertieren sie in ein anderes, während sie für den Datenverkehr und andere Netzgeräte unsichtbar bleiben. Sie stören die Protokollinformationen der oberen Ebene nicht. Dadurch unterstützen sie Quality of Service und Layer-3-Switching.
Medienkonverter wandeln das Format eines Ethernet-basierten Signals auf Cat-5 in ein glasfaserkompatibles Format um. Am anderen Ende der Glasfaserleitung wird ein zweiter Medienkonverter eingesetzt, um die Daten wieder in ihr ursprüngliches Format zu konvertieren. Ein wichtiger Unterschied zwischen Cat-5 und Glasfaser besteht darin, dass Cat-5-Kabel und RJ45-Buchsen bidirektional sind, Glasfaser hingegen nicht. Daher muss jede Glasfaserleitung in einem System zwei Glasfaserkabel enthalten, eines für die Datenübertragung in jede Richtung. Diese werden üblicherweise als „Transmit“ (Tx) und „Receive“ (Rx) bezeichnet.
Medienkonverter können im Halbduplex- oder Vollduplex-Modus arbeiten. Vollduplex-Ethernet über UTP erreicht 20 oder 200 Mbit/s, Halbduplex-Ethernet über UTP 10 oder 100 Mbit/s. Vollduplex-Ethernet eignet sich besonders gut für die Verbindung zweier Switches oder eines Switches mit einem Dateiserver. Für beide Modi sind keine Anpassungen erforderlich. Ein Glasfaser-Medienkonverter erkennt automatisch, welcher Modus aktiv ist.
Es stehen verschiedene Arten von Glasfaser-Medienkonvertern zur Verfügung, z. B. Ethernet-Medienkonverter, 10/100/1000-Medienkonverter, Gigabit-Ethernet-Konverter, Multimode-Singlemode-Medienkonverter, 10-Gigabit-Ethernet-Konverter, Medienkonverter-Rack-Gehäuse usw.
Aufmerksamkeit:
Glasfaserkonverter sollten an einem sicheren Ort platziert werden, der weder von Menschen noch von Maschinen gestört werden kann. Jeder an das Glasfaserkabel angeschlossene Computer verliert seine Internetverbindung, wenn der Konverter entfernt oder beschädigt wird. Konverter enthalten spezielle Materialien, die nur in bestimmten Temperaturbereichen einwandfrei funktionieren. Daher ist es wichtig, sie in Räumen mit kontrollierter Temperatur aufzubewahren, die niemals zu heiß oder zu kalt werden.













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