Beim Fusionsspleißen werden zwei Glasfasern durch Hitze miteinander verbunden. Die beiden Glasfasern werden so verschmolzen, dass Licht durch sie hindurchtreten kann, ohne dass es an der Spleißstelle gestreut oder reflektiert wird.
Die zum Verschmelzen der beiden Fasern verwendete Hitze entsteht normalerweise durch einen Lichtbogen. Sie kann jedoch auch mit einem Laser oder sogar einer Gasflamme erzeugt werden. Diese Methoden gelten jedoch als veraltet und minderwertig. Diese sehr einfache Anleitung zum Fusionsspleißen soll den Vorgang erklären, ohne zu technisch zu werden.
Was du brauchen wirst
1.Faser-Stripper
2. Kevlar-Schneider
3. Spleißmuffen
4. Alkoholtücher
5. Glasfaser-Cleaver
6. Mikroskop (Nicht zwingend erforderlich, aber sehr nützlich zum Überprüfen der Faserenden)
7. Fusionsspleißgerät
Schritt 1: Abisolieren der Fasern
Glasfaser abisolieren – das klingt einfach, oder? Leider ist es nicht ganz so einfach wie das Abisolieren der Ummantelung eines handelsüblichen Kupferkabels. In diesem Fall entfernen Sie zunächst die Polymerbeschichtung mithilfe eines Glasfaser-Abisolierers, der speziell für das Abisolieren der Glasfaser entwickelt wurde. Idealerweise sollten Sie an jedem Ende der zu verbindenden Glasfaser 40 mm (1,5 Zoll) abziehen. Dies sollte schrittweise und vorsichtig erfolgen, wobei Sie den Abisolierer während des Vorgangs leicht schräg halten sollten.
Nachdem die Beschichtung von den Fasern entfernt wurde, schneiden Sie überschüssiges Kevlar mit Ihrem Kevlar-Cutter ab. Schieben Sie anschließend eine Ihrer Spleißhülsen auf eine Ihrer Fasern. Dies ist nach dem Spleißen der beiden Fasern möglicherweise nicht mehr möglich. Daher ist es am besten, dies jetzt zu tun.
Schritt 2: Reinigen, spalten und erneut reinigen
Kabel spalten: Die Sauberkeit der Fasern ist beim Fusionsspleißen von größter Bedeutung. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Stellen Sie sicher, dass die Fasern, mit denen Sie arbeiten, nach jedem größeren Kontakt gereinigt werden. Wischen Sie sie dazu vorsichtig mit Alkoholtüchern ab.
Nach der Reinigung ist es Zeit, die Fasern zu spalten. Die Faser sollte idealerweise mit der sogenannten „Scoring-and-Break“-Methode gespalten werden, um sicherzustellen, dass die Endfläche vollkommen flach und senkrecht zur Faserachse ist. Dies gelingt am besten mit einem hochwertigen Glasfaser-Spalter. Je näher der Spaltwinkel beider Fasern bei 90 Grad liegt, desto besser, da dies zu geringeren optischen Verlusten durch die Spleißung führt. Nach dem Spalten beider Fasern werden die Enden erneut mit Alkoholtüchern gereinigt.
Schritt 3: Fusionsspleißen
Fusionsspleißen: Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Fusionsspleißgerät zu verwenden. Legen Sie zunächst jede Faser in die Führungen des Fusionsspleißgeräts und klemmen Sie sie sicher fest. Schließen Sie den Deckel des Spleißgeräts, wählen Sie die richtigen Einstellungen am Monitor und programmieren Sie die richtigen Fasertypen in das Fusionsspleißgerät. Die Faserenden werden automatisch in Position gebracht. Anschließend beginnt ein intensiver Zyklus, bei dem durch das Vorheizen jeglicher verbleibender Schmutz an den Faserenden entfernt wird. Anschließend versucht das Fusionsspleißgerät, die beiden Fasern durch Überprüfung der Spaltungen auszurichten. Schlechte Spaltungen führen zu einer Fehlausrichtung und werden aussortiert. Bei guten Spaltungen werden die Fasern durch einen automatischen Lichtbogenzyklus verschmolzen, der die Enden erhitzt und die Fasern kontrolliert zusammenführt.
Nach Abschluss der Fusion prüft das Fusionsspleißgerät die Verbindung und schätzt den optischen Gesamtverlust. Sollte eine Neuherstellung erforderlich sein, werden Sie darüber informiert. Wenn alles nach Plan verläuft, können Sie nun die Fasern aus den Führungen entfernen, den Spleißschutz über die Verbindung schieben und ihn passend schrumpfen (die meisten Spleißgeräte verfügen über eine Heizvorrichtung zum Schrumpfen von Schutzschläuchen).












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