Wenn der Schutz von Geräten oder Personen eine Designanforderung ist, sollten Sie Kabel mit raucharmer und halogenfreier Ummantelung (LSZH) in Betracht ziehen. Sie emittieren weniger giftige Dämpfe als herkömmliche Kabelmäntel auf PVC-Basis. LSZH-Glasfaserkabel werden typischerweise in engen Räumen, wie beispielsweise im Bergbau, eingesetzt, wo die Belüftung wichtig ist.
Was ist der Unterschied zwischen LSZH-Kabeln und herkömmlichen Kabeln?
Die Funktion und technischen Parameter von LSZH-Glasfaserkabeln entsprechen denen herkömmlicher Glasfaserkabel, und auch der innere Aufbau ist ähnlich. Der grundlegende Unterschied liegt in den Ummantelungen. LSZH-Glasfaserummantelungen sind feuerbeständiger als herkömmliche Kabel mit PVC-Ummantelung. Selbst im Brandfall erzeugen verbrannte LSZH-Kabel wenig Rauch und sind frei von Halogenen. Diese Eigenschaft schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch für Menschen und Einrichtungen im Brandfall wichtig.
LSZH-Ummantelungen bestehen aus speziellen, halogenfreien und flammhemmenden Materialien. Sie bestehen aus thermoplastischen oder duroplastischen Verbindungen, die bei starker Hitzeeinwirkung wenig Rauch und kein Halogen freisetzen. LSZH-Kabel reduzieren die Menge an schädlichen, giftigen und ätzenden Gasen bei der Verbrennung. Dieses Material wird typischerweise in schlecht belüfteten Bereichen wie Flugzeugen oder Eisenbahnwaggons eingesetzt. LSZH-Ummantelungen sind zudem sicherer als Plenum-Kabelummantelungen, die zwar schwer entflammbar sind, aber dennoch giftige und ätzende Dämpfe freisetzen.
Raucharmes und halogenfreies Kabel erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist in manchen Fällen eine Voraussetzung, wenn der Schutz von Menschen und Geräten vor giftigen und korrosiven Gasen entscheidend ist. Dieser Kabeltyp entwickelt im Brandfall nur sehr wenig Rauch und eignet sich daher hervorragend für beengte Räume wie Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, High-End-Serverräume und Netzwerkzentren.
Jede Münze hat zwei Seiten. LSZH-Kabel bieten viele der oben genannten Vorteile. Was sind die Nachteile des Kabels?
1. LSZH ist anfälliger für Mantelrisse. Um Schäden bei der Installation zu minimieren, wurden spezielle Schmiermittel entwickelt.
2. Der LSZH-Mantel hat einen hohen Füllstoffanteil von etwa 50 %, um die erforderliche Flamm- und Rauchbeständigkeit zu gewährleisten. Dies führt zu einer geringeren mechanischen und chemischen Beständigkeit, Wasseraufnahme und elektrischen Eigenschaften als bei Nicht-LSZH-Verbindungen.
3. Die aktuelle Generation von LSZH-Kabeln hat sich noch nicht als langlebig erwiesen.
Die LSZH-Kabel sind mit 1, 2, 12 und 24 Fasern sowie variablen Unterkabelabmessungen erhältlich und erfüllen spezifische Anforderungen an Anschluss und Verlegung. Sie eignen sich für halogenfreie und viele internationale Installationen. LSZH-Kabel enthalten kein Flutungsgel und sind für OFNR-Riser geeignet. Sie eignen sich ideal für die Installation in Leitungen zwischen Gebäuden und können direkt durch Steigleitungen zu einem geeigneten Netzwerk oder einer Glasfaser-Spleißmuffe geführt werden, ohne dass ein separater Spleißpunkt am Gebäudeeingang erforderlich ist.
Es sind auch LSZH-Glasfaser-Patchkabel erhältlich. Sowohl LSZH-Glasfaserkabel als auch LSZH-Glasfaser-Patchkabel werden für Rosh-konforme Kabelkonfektionen benötigt. Der Rosh-Standard ist jedoch strenger und schreibt zudem LSZH-Kabel vor. LSZH-Glasfaser-Jumper werden häufig dort eingesetzt, wo teure Geräte durch korrosive Gase beschädigt werden könnten, sowie in stark frequentierten Bereichen wie Einkaufszentren und Sporthallen.













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