In unserem letzten Blogbeitrag haben wir einen Gesetzesentwurf diskutiert, der die Bundesstaaten dazu ermutigen soll, Glasfaserkabel in Verbindung mit Produkten für den Straßenbau zu verlegen. Nun haben wir von einer weiteren kreativen neuen Möglichkeit für den Glasfaserausbau erfahren: kommunale Wasserleitungen.
In der abgelegenen Küstenstadt Anacortes im US-Bundesstaat Washington hat der Stadtrat kürzlich einen Vertrag mit einem englischen Unternehmen genehmigt, das eine Methode entwickelt hat, Glasfaserkabel durch bestehende Wasserleitungen zu verlegen. Das neue Glasfasernetz soll zunächst das veraltete Funksystem der Stadt ersetzen, das die örtlichen Abwasser- und Wasserversorgungssysteme steuert. Sobald die Installation abgeschlossen und alles betriebsbereit ist, können auch Einwohner und Unternehmen das Netz nutzen. Dank des unkonventionellen Glasfasernetzes kann die Stadt eine weit entfernte Wasseraufbereitungsanlage relativ einfach an die Stadtgrenzen anschließen.
WAS IST MIT DER „ROHR-IN-ROHR“-INSTALLATION ZU BEDEUTEN?
Zunächst wird ein schmaler Mikrokanal durch die 91 cm dicken Wasserleitungen der Stadt geführt und mit speziellen Adaptern fixiert. Dieser Mikrokanal besteht aus den gleichen Materialien wie die bestehenden Wasserleitungen der Stadt und ist daher besonders widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Anschließend wird ein Glasfaserkabel durch den Mikrokanal geführt, sodass die Stadtverwaltung problemlos zwei beliebige Standorte mit Anschluss an die städtische Wasserversorgung verbinden kann. Die Installation des Mikrokanals wird voraussichtlich etwa 30 Tage dauern. Die Installation des Glasfaserkabels übernimmt eine lokale gemeinnützige Organisation.
Dieser einzigartige Ansatz für den Glasfaserausbau dürfte Anacortes viel Zeit und Geld sparen. Er wurde bereits erfolgreich in Großbritannien, Spanien, Neuseeland und Südafrika umgesetzt. Da die Nachfrage nach Breitbandzugängen so hoch ist wie nie zuvor, werden wir auch in Zukunft wahrscheinlich noch kreativere Lösungen für den Glasfaserausbau sehen.













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