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Vergleich passiver optischer Netzwerke und passiver optischer LANs

  • Vergleich passiver optischer Netzwerke und passiver optischer LANs Fibermart
  • Dienstag 19 Juni, 2018
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Grundlagen passiver optischer Netzwerke (PONs)

 
Ein PON ist ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Netzwerk, das optische Splitter und Singlemode-Glasfaser mit loser Ader verwendet und für den Einsatz in Außennetzwerken genutzt wird.
 
Die passive optische Netzwerktechnologie gibt es schon seit langer Zeit. Anbieter von Glasfasernetzen (Fiber-to-the-Home, FTTH) nutzen die passive optische Netzwerktechnologie seit über einem Jahrzehnt.
 
PONs funktionieren gut, weil ihre Anbieter über viel Erfahrung mit passiven optischen Netzwerken verfügen. Sie wissen, wie viel Bandbreite ein Kunde (ein Haushalt oder eine Wohneinheit) typischerweise verbraucht und können die Aufteilungsverhältnisse daher sehr effizient einrichten. Es gibt ein bewährtes Konzept für die optimale Platzierung der Splitter und die erforderlichen Verhältnisse. Dieses Konzept wurde im Laufe der Zeit durch Ausprobieren und Optimieren entwickelt.
 

Die Grundlagen passiver optischer LANs

 
Ein herkömmliches LAN verteilt Signale mithilfe zahlreicher Router und Switch-Aggregatoren. Passive optische LANs (POLANs) nutzen passive optische Splitter, ähnlich wie PONs, sind jedoch speziell für die Netzwerkarchitektur in Innenräumen angepasst. Im Gegensatz zu herkömmlichen LANs ist ein POLAN ebenfalls ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Netzwerk, das seine Signale über eine Singlemode-Glasfaser überträgt. POLAN (oder POL) verwendet optische Splitter, um das Signal mit hoher Bandbreite für mehrere Nutzer aufzuteilen, und nutzt Wellenlängenmultiplex (WDM) für bidirektionale Upstream- und Downstream-Kommunikation. Ein POLAN besteht aus einem optischen Linienabschluss (OLT) im Hauptserverraum und optischen Netzwerkabschlüssen (ONTs) in der Nähe der Endnutzer.
 
Durch diese Konfiguration kann ein passives optisches LAN den Kabel- und Geräteaufwand für den Netzwerkaufbau deutlich reduzieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Kupferverkabelungssystemen und aktiven optischen Systemen vereinfacht ein passives optisches LAN die Verkabelung innerhalb eines Netzwerks erheblich. Da die Splitter passiv arbeiten (keine Stromversorgung benötigen und keine Wärme abgeben), werden der Strom- und Kühlungsbedarf für herkömmliche Zwischenverteiler (IDFs) oder Telekommunikationsräume (TRs) drastisch reduziert oder sogar vollständig eliminiert.
 

Passive optische LANs bieten viele Vorteile

 
Im Bereich passiver optischer LANs (POLAN) herrscht noch einiges an Neuland – insbesondere im Vergleich zu Outdoor-PON. Aktuell gibt es keine etablierten POLAN-Standards; jeder Anbieter arbeitet mit seiner eigenen Plattform (ONTs eines Anbieters sind beispielsweise nicht mit OLTs eines anderen kompatibel). Zudem ist die Erfahrung mit POLAN-Implementierungen deutlich kürzer; die Bandbreitenverhältnisse sind im Allgemeinen noch nicht so gut erforscht (wie viel Bandbreite benötigt Ihre Technikabteilung tatsächlich?). In der Vergangenheit wurden POLAN-Implementierungen auch ohne strukturierten Ansatz durchgeführt, sodass häufig Verbindungspunkte für zukünftige Umzüge, Erweiterungen und Änderungen (MACs) sowie Reparaturen fehlten.

 

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