Die Anfänge des Computerzeitalters – Ein eigener Raum
Obwohl das Rechenzentrum, wie wir es kennen, während des Dotcom-Booms der späten 1990er Jahre perfektioniert wurde, liegen seine Wurzeln in den Anfängen des Computerzeitalters. Frühe Computersysteme, riesige, raumgroße Maschinen, benötigten viel Platz und eine kontrollierte Umgebung. Die Komplexität von Betrieb und Wartung dieser Maschinen führte auch zur Praxis der Abschottung.
Computersicherheit wurde in dieser Zeit zu einem wichtigen Thema. Diese frühen Computer waren unglaublich teuer, und viele von ihnen wurden für militärische Zwecke oder wichtige zivile Geschäftsvorhaben eingesetzt. Ein eigener Raum ermöglichte es Unternehmen und Organisationen, den Zugriff auf die Maschinen zu kontrollieren.
Ein weiterer Faktor, der den Trend zu separaten Computerräumen beeinflusste, war die Notwendigkeit, die Systeme kühl zu halten. Frühe Computersysteme verbrauchten viel Strom und neigten zur Überhitzung. Spezielle Räume konnten klimatisiert werden, um die Überhitzungsneigung auszugleichen.
Diese frühen Computer benötigten eine Vielzahl von Verbindungskabeln, die organisiert werden mussten. Dies führte zur Entwicklung einiger der Rechenzentrumsstandards, die wir heute kennen. Es wurden Racks zur Montage der Geräte entwickelt und Kabelkanäle gebaut. Außerdem wurden die Böden erhöht, um Platz für diese frühen Computer zu schaffen.
Das Aufkommen der Mikrocomputer
In den 1980er Jahren erlebte die Computerindustrie den Boom der Mikrocomputer-Ära. In der Aufregung, die diesen Boom begleitete, wurden überall Computer installiert, und die spezifischen Umwelt- und Betriebsanforderungen der Geräte wurden kaum berücksichtigt.
Die Organisation von Informationen gestaltete sich schwierig, und Datenverlust wurde zu einem großen Problem. IT-Teams wurden gebildet, um diese frühen Mikrocomputer zu warten und zu installieren, doch die Branche brauchte offensichtlich eine Lösung.
Das „Rechenzentrum“ entsteht
Die Komplexität der Informationstechnologie erforderte bald eine besser kontrollierte Umgebung für IT-Systeme. In den 1990er Jahren etablierte sich die Client-Server-Vernetzung zum Standard. Die Server für diese Systeme fanden in den alten, dedizierten Computerräumen der frühen Computer Einzug.
Neben der Unterbringung von Servern in einem eigenen Raum wurde in dieser Zeit auch das hierarchische Design erfunden. Dieses Design entstand durch die einfache Verfügbarkeit kostengünstiger Netzwerkgeräte und Industriestandards für die Netzwerkverkabelung.
Der Begriff „Rechenzentrum“ gewann in dieser Zeit erstmals an Popularität. Mit Rechenzentren wurden speziell für die Unterbringung von Computern konzipierte und diesem Zweck gewidmete Zentren bezeichnet.
Das Internet-Rechenzentrum
Mit dem Platzen der Dotcom-Blase erkannten Unternehmen die Bedeutung einer Internetpräsenz. Um diese Präsenz aufzubauen, benötigten Unternehmen eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung. Außerdem mussten sie rund um die Uhr einsatzbereit sein, um neue Systeme einführen zu können.
Diese neuen Anforderungen führten bald zum Bau extrem großer Datenzentren. Diese sogenannten „Internet-Rechenzentren“ waren für den Betrieb von Computersystemen innerhalb eines Unternehmens und die Bereitstellung neuer Systeme zuständig. Diese großen Rechenzentren revolutionierten Technologien und Betriebsabläufe in der Branche.
Allerdings konnten sich nicht alle Unternehmen den Betrieb eines riesigen Internet-Rechenzentrums leisten. Der Platzbedarf, die erforderlichen Geräte und das hochqualifizierte Personal machten diese großen Rechenzentren extrem teuer und manchmal unpraktisch.
Jetzt – Private Rechenzentren, verbesserte Standards
Private Rechenzentren entstanden aus dem Bedarf an einer kostengünstigen Internet-Rechenzentrumslösung. Heutige private Rechenzentren ermöglichen kleinen Unternehmen den Zugriff auf die Vorteile großer Internet-Rechenzentren, ohne dass diese Kosten für die Instandhaltung und den Verzicht auf wertvollen physischen Raum entstehen.
Der Betrieb und Bau von Rechenzentren ist heute eine anerkannte Branche. Neue Standards für Dokumentation und Systemanforderungen sorgen für ein hohes Maß an Konsistenz im Rechenzentrumsdesign. Notfallpläne und Kennzahlen zur Betriebsverfügbarkeit gewährleisten die Zuverlässigkeit moderner Rechenzentrumssysteme.
Was die Zukunft bringt
Die Zukunft des Rechenzentrumsdesigns wird voraussichtlich den heutigen Schwerpunkt auf umweltfreundliche Verfahren widerspiegeln. Umweltfreundliche Computer- und Netzwerksysteme sowie optimierte Betriebsabläufe werden die Rechenzentren der Zukunft prägen.
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