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Bereitstellung von Gigabit-Ethernet mit G.fast

  • Bereitstellung von Gigabit-Ethernet mit G.fast Fibermart
  • Donnerstag 15 Oktober, 2015
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Die Nachfrage nach höheren Datenraten steigt aufgrund von Anwendungen wie Cloud Computing, Big Data und dem Internet der Dinge kontinuierlich an. Gleichzeitig zwingt der starke Wettbewerb die Netzbetreiber dazu, ihre Netzwerkarchitektur zu verbessern und Hochgeschwindigkeitsdienste anzubieten. Reine Glasfasernetze dürften dabei die beste Lösung sein. Kein Wunder also, dass Glasfasernetze der Trend der Zukunft sind und im Zuge der Umstellung von kupferbasierten Zugangsnetzen auf reine Glasfasernetze schrittweise näher an die Nutzer herangeführt werden. Allerdings ist es nicht ratsam, die Glasfaser direkt an die Kundenräume anzuschließen, und in manchen Fällen, beispielsweise bei Altbauten, sind die Kosten hoch. Um Gigabit-Ethernet schnell und kostengünstig bereitzustellen, wird in einigen Fällen Kupfer-Zugangstechnologie eingesetzt. Diese Technologie ist als G.fast bekannt.

 

G.fast und FTTdp

 

G.fast basiert auf der neuesten VDSL-Technologie mit Übersprechunterdrückung und Weiterleitung und ist für den Einsatz auf der „letzten Meile“ von weniger als 250 Metern konzipiert. Durch die Kombination der Vorteile von Glasfaser- und Kupferanschlusstechnologie kann G.fast Daten mit Glasfasergeschwindigkeit an Kunden über Telefonkupferleitungen übermitteln.

 

Das Problem mit G.Fast ist, dass die ultraschnellen Geschwindigkeiten nur über sehr kurze Distanzen funktionieren. Um die Kupferdistanz zu verkürzen, wird üblicherweise FTTdp mit G.fast eingesetzt. „dp“ steht hier für „Distribution Point“. Bei dieser Lösung wird das Glasfaserkabel aus den Straßenverteilern über den Distribution Point näher an die Wohnhäuser verlegt. Das folgende Netzwerkdiagramm zeigt den Unterschied zwischen FTTH und FTTdp mit G.fast. Die blauen Linien stellen Glasfaserkabel dar, die roten Kupferdrähte.

 

G.fast und HTTdp

G.fast verschiebt die Grenzen von Kupfer
 

Für den Aufbau einer FTTx-Verbindung scheint kein Kupferanschluss erforderlich zu sein. In der Praxis bringt der direkte Anschluss der Glasfaser an die Kundenräume jedoch einige Nachteile mit sich, die durch G.fast behoben werden können.

 

Die Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Wohnungen, insbesondere in bestehenden Gebäuden, kann mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden sein. Manchmal ist es sogar unmöglich, Glasfaserkabel bis in die Wohnungen zu verlegen. Darüber hinaus werden in den meisten bestehenden und neu errichteten Gebäuden die meisten Telefonanlagen noch immer mit Kupferkabeln betrieben, da Glasfaserkabel teuer und schwierig zu handhaben sind. Bei der Bereitstellung von Gigabit-Ethernet mit G.fast ist die Verlegung von Glasfaserkabeln in Gebäuden und Wohnungen nicht erforderlich.

 

Glasfaserbasierte Kundenendgeräte (CPE) werden in der Regel von einem Techniker installiert. Im Vergleich zu Glasfaserverbindungen ist die Installation von kupferbasierten CPEs einfach. Schließen Sie das CPE einfach mit dem mitgelieferten Kabel an die Telefonsteckdose an und schon ist die Installation abgeschlossen. Die Installation kann vom Kunden selbst durchgeführt werden. G.fast spart somit Kosten für Neukunden und vereinfacht die Heiminstallation erheblich.

 

Glasfasern können beim Wickeln um Kurven brechen oder Übertragungsverluste aufweisen. Zudem benötigen Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln einen stärkeren Schutz um das Kabel. Zudem ist die Fehlerortung vom CPE aus nicht einfach. Die Wartung der Glasfaserverbindungen wäre teurer als bei Kupferverbindungen mit G.fast.

 

G.fast ebnet den Weg zu FTTH

 

Auf den ersten Blick beschränkt G.fast die Übertragung von Kupfer zu Glasfaser. Tatsächlich beschleunigt G.fast den Ausbau von Glasfasernetzen. Die Bearbeitung des Papierkrams und die Einholung der Zustimmung des Kunden vor der Verlegung des Glasfaserkabels sind zeit- und kostenintensiv. Der Hauptvorteil von G.fast liegt in der Hardware-Basis, die eine Neuverkabelung des gesamten Gebäudes überflüssig macht und dennoch eine deutliche Steigerung der Zugriffsgeschwindigkeit ermöglicht. Kupfer ist in Telekommunikationsnetzen allgegenwärtig. Der hybride Kupfer-/Glasfaser-Ansatz – G.fast nutzt die Telefonleitungen in Gebäuden voll aus – bringt Kunden zeit- und kostensparend näher an Glasfaser. Auf diese Weise fördert G.fast die Übertragung von Kupfer zu Glasfaser.

 

Unter Abwägung von Zeit, Breitbandgeschwindigkeit und Kosten haben die Betreiber erkannt, dass der Einsatz von G.fast in FTTH eine wirtschaftliche und zeitsparende Möglichkeit ist, Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeit für die Nutzer bereitzustellen. Um Marktanteile im Breitbandbereich zu gewinnen, erwägen einige Netzbetreiber den Einsatz von G.fast. Alcatel-Lucent und der Kommunikationsdienstleister BT haben bereits einen Verbrauchertest der G.fast-Technologie in Gosforth (im Nordosten Englands) gestartet, um Verbrauchern Ultrabreitbandzugang zu bieten.

 

Stichworte: FTTdp, FTTH, G.fast, Gigabit Ethernet

 

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