Netzbetreiber haben alle das grundlegende Ziel, kosteneffiziente Telekommunikationsdienste bereitzustellen. Betrachtet man Betreiber aus verschiedenen Ländern, einschließlich weltweit operierender Carrier, muss eine Vielzahl von Netzarchitekturen berücksichtigt werden. Das geeignete Netzdesign hängt von den jeweiligen nationalen Gegebenheiten im Hinblick auf die bereitzustellenden Telekommunikationsdienste ab, wie etwa der lokalen Bevölkerungsdichteverteilung, dem typischen lokalen Verbraucherverhalten der Privathaushalte (z. B. der Nachfrage nach Sprachtelefonie, Internetprotokoll oder Breitbandfernsehen) oder den Vertriebs- und Service Level Agreement (SLA)-Anforderungen der Geschäftskunden. Das Design des Netzes wird von der Topologie (DWDM-Netz z. B. Ring, Stern, Masche), vom Zweck (Zugang, Aggregation, Transport), von der mittleren und maximalen Verbindungsdistanz und von der Dichte und dem Grad der Vermittlungs- oder Grooming-Knoten bestimmt. All dies hat direkte Auswirkungen auf die Wahl der Verstärkung im optischen Multiplexabschnitt (OMS) von DWDM-Systemen und auf die lokale Platzierung der optischen DWDM-Verstärker .
Der Durchmesser von Netzwerken ist einer der offensichtlichsten Unterschiede. Landesweite Netzwerke in den USA unterliegen anderen technischen Regeln als die nationalen Backbones in europäischen Ländern, insbesondere bei der Gestaltung von Verstärkerkarten und der Positionierung von photonischen Crossconnect- (PXC)/ROADM-basierten Knoten. Die größten Durchmesser im gesamten optischen Transportbereich werden in Unterseekabelnetzen erreicht, die konzentrierte Verstärkerspannen mit sehr kurzen Abständen zwischen benachbarten DWDM-EDFA einsetzen und gegebenenfalls durch zusätzliche verteilte Raman-Verstärkung unterstützt werden.
Neben der Entfernung beeinflussen viele weitere Parameter die Entscheidung für spezielle Netzwerklayouts, wie etwa die lokale Verteilung der anzuschließenden Bevölkerung und Industrie, die Verkehrsmuster und Kapazitätsentwicklung, die Art und Klasse der Telekommunikationsdienste und vieles mehr. Auch die Wahl des Einsatzes konzentrierter Inline-Verstärker, verteilter Raman-Verstärkung oder Hybridschemata, Verstärkungsausgleichsgeräte, elektrischer oder optischer Inline-Regeneratoren und elektrischer Grooming-Knoten oder optisch verstärkter ROADM-Knoten mit mehreren Graden hängt stark von diesen verschiedenen Faktoren ab.
Die Studie zeigt, dass einige Netzwerkoptionen mit Auswirkungen auf optische Verstärkeranwendungen vor dem Hintergrund europäischer nationaler Netzwerke beschrieben werden. Hier zwingen vielfältige Anforderungen die Betreiber dazu, viele verschiedene Netzwerkarchitekturen für unterschiedliche lokale Domänen mit geeigneten Schwerpunkten auszuwählen, um optimale Transporteffizienz und Betriebsleistung zu erreichen. Der aktuelle Trend geht dahin, verschiedene Netzwerkdomänen auf einer konvergenten Plattform zu konsolidieren, um den gesamten Netzwerkmanagementprozess zu vereinfachen.
Europäische Netzwerke decken viele Szenarien möglicher Architekturen ab, vom paneuropäischen Ultralangstrecken-Backbone (ULH) bis hin zu nationalen europäischen Backbone-, Metro- und Zugangsnetzen. Die typischen Entfernungseigenschaften der Verbindungslängen zwischen den wichtigsten Backbone-Knoten für nordamerikanische und paneuropäische Netzwerke sind erheblich kürzer. Die Backbone-Verbindungen der nationalen Netzwerke verschiedener europäischer Staaten wie Deutschland dienen als Referenznetzwerk. Hier beträgt die durchschnittliche Glasfaserverbindungsentfernung zwischen den wichtigsten Städten und damit den Backbone-Knoten etwa 400 km, was man noch als „Metro“ bezeichnen könnte. Da für die Architektur der nächsten Generation jedoch der verstärkte Einsatz optisch transparenter Sendeknoten (ROADM/PXC) vorgesehen ist, werden zukünftige nationale Netzwerke auch Systeme mit größerer Reichweite erfordern. In den folgenden Unterabschnitten konzentrieren wir uns auf typische moderne intranationale europäische Netzwerkarchitekturen.
Zukünftige konvergente Telekommunikationsplattformen werden Zugangs-, Aggregations- und Transportnetze umfassen. Ihre Designregeln hängen von ihrem Hauptzweck ab: entweder der Aggregation oder Verteilung des Datenverkehrs von und zu Kunden oder dem Transport und Routing großer Mengen kombinierter Kapazität.













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