Glasfaser-Transceiver enthalten sowohl einen Sender als auch einen Empfänger in derselben Komponente. Diese sind parallel angeordnet, sodass sie unabhängig voneinander arbeiten können. Sowohl der Empfänger als auch der Sender verfügen über eine eigene Schaltung, sodass sie Übertragungen in beide Richtungen verarbeiten können.
Glasfaser-Transceiver können mit zwei Kabeltypen verbunden werden: Singlemode und Multimode. Singlemode ist eine Glasfaser, die nur die Ausbreitung eines Modus zulässt. Die Faser hat einen sehr kleinen Kerndurchmesser von ca. 8 µm. Sie ermöglicht die Signalübertragung mit extrem hoher Bandbreite und sehr langen Übertragungsdistanzen. Multimode beschreibt ein Glasfaserkabel, das die Ausbreitung mehrerer Modi unterstützt.
Multimode-Fasern haben einen typischen Kerndurchmesser von 50 bis 100 µm und einen abgestuften oder stufenweisen Brechungsindex. Sie ermöglichen den Einsatz kostengünstiger LED-Lichtquellen, und die Ausrichtung und Kopplung der Anschlüsse ist weniger kritisch als bei Singlemode-Fasern.
Übertragungsdistanzen und Übertragungsbandbreite sind aufgrund der Dispersion geringer als bei Singlemode-Glasfasern. Einige Glasfaser-Transceiver können sowohl für Singlemode- als auch für Multimode-Kabel verwendet werden. Gängige Steckertypen für Glasfaser-Transceiver sind Biconic, D4, ESCON, FC, FDDI, LC, Loopback, MTP, MT-RJ, MU, SC, SMA und ST. Zu den allgemeinen Leistungsdaten zählen Wellenlänge, Betriebsspannung, Datenrate und Bandbreite.
Wichtige Leistungsparameter für den Empfänger, die bei der Suche nach Glasfaser-Transceivern zu berücksichtigen sind, sind Empfindlichkeit, Ansprechverhalten und Anstiegszeit des Empfängers. Die Empfindlichkeit gibt das schwächste optische Signal an, das empfangen werden kann. Das minimale empfangbare Signal hängt vom Grundrauschen des Transceiver-Frontends ab. Das Maß für das Ansprechverhalten ist das Verhältnis der auf das Gerät einfallenden Strahlungsenergie in Watt (W) zum resultierenden Fotostrom in Ampere (A). Es wird als absolute Empfindlichkeit ausgedrückt durch A/W.
In der Näherung einer Sprungfunktion ist die Anstiegszeit des Empfängers die Zeit, die ein Signal benötigt, um von 10 % auf 90 % der vollen Leistung zu wechseln. Die Anstiegszeit gibt die Geschwindigkeit des Empfängers an. Wichtige Leistungsspezifikationen des Senders sind Lichtquelle, spektrale Breite, maximale optische Ausgangsleistung und Anstiegszeit des Senders.
Als Lichtquelle kommen LEDs oder Laserdioden infrage. Leuchtdioden (LEDs) haben relativ große Emissionsflächen und sind daher nicht so gute Lichtquellen wie Laserdioden. Sie werden jedoch häufig für kurze bis mittlere Übertragungsdistanzen eingesetzt, da sie deutlich wirtschaftlicher sind. Laserdioden (LDs) können ein Vielfaches der Leistung an Glasfasern übertragen als LEDs.
Sie werden hauptsächlich für Anwendungen eingesetzt, bei denen Signale über große Entfernungen übertragen werden müssen. Die Anstiegszeit des Senders ist die Zeit, die ein Signal benötigt, um von 10 % auf 90 % der vollen Leistung zu wechseln. Die Anstiegszeit ist ein Maß für die Geschwindigkeit des Senders.
Zu den gängigen Funktionen von Glasfaser-Transceivern gehören Taktrückgewinnung, Pigtail, Standalone-Funktionalität sowie die Wahl zwischen Signaleingang und -ausgang. Ein wichtiger Umgebungsparameter ist die Betriebstemperatur.
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