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WIE SICH PUNKT-ZU-PUNKT- UND PASSIVE GLASFASERNETZE UNTERSCHEIDEN

  • WIE SICH PUNKT-ZU-PUNKT- UND PASSIVE GLASFASERNETZE UNTERSCHEIDEN Fibermart
  • Samstag 03 November, 2018
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Jeder Breitbandinstallateur sollte die verschiedenen Arten von Glasfasernetzen kennen. Die beiden wichtigsten sind: Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und passive optische Netze (PON).
 
Stellen Sie sich vor, wie ein Telefongespräch funktioniert, dann verstehen Sie das Prinzip eines Punkt-zu-Punkt-Netzwerks. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen zwei Telefonen, oder Knotenpunkten, und das andere Telefon empfängt lediglich den Anruf.
 
Ein PON hingegen ist ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Netzwerk, in dem ein Signal geteilt wird.
 
Bei Glasfasernetzen würde die Punkt-zu-Punkt-Architektur einen Switch in der Vermittlungsstelle des Internetdienstanbieters (ISP) umfassen, der über ein Multi-Glasfaserkabel mit einem Aggregationsswitch in einem Verteilerkasten auf der Straße verbunden ist.
 
Diese Switches verfügen über mehrere optische Ports, die jeweils per Glasfaser mit einem optischen Netzwerkabschlussgerät (ONT) in einem Gehäuse im oder in der Nähe des Gebäudes verbunden sind. Diese Verbindungen sind dediziert und im Vollduplex-Modus, sodass Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie Bandbreite identisch sind.
 
Da die Punkt-zu-Punkt-Architektur über dedizierte Glasfaserleitungen verfügt, ist sie auch für höhere Kapazitäten und zukünftige Technologieänderungen gerüstet.
 

WIE SICH NETZWERKTYPEN AUF DIE GLASFASERPREISE AUSWIRKEN

 
Warum ist ein PON-Netzwerk günstiger? Es benötigt deutlich weniger Glasfaser als ein Punkt-zu-Punkt-Netzwerk. Die Vermittlungsstelle verfügt über einen optischen Linienabschluss (OLT), der über mehrere Glasfasern mit einer Reihe passiver optischer Splitter verbunden ist. Diese Splitter teilen das Signal bis zu 64 Mal auf! Dadurch werden Kosten gespart, da Komponenten wie ein teurer Laser von mehreren Standorten gemeinsam genutzt werden. Die Rückdaten können mit einem günstigeren Laser übertragen werden, da die Bandbreite geringer ist und der Splitter bidirektional arbeitet.
 
Das klingt super, aber diese Art von Netzwerk hat einen Nachteil: Die Bandbreite wird geteilt, daher ist die Geschwindigkeit begrenzt. Außerdem sind die Download-Geschwindigkeiten deutlich höher als die Upload-Geschwindigkeiten, was bei Videokonferenzen und Dateiaustausch problematisch sein kann.
 
Der optische Linienabschluss (OLT) wandelt das Signal aus dem Glasfasernetz des Internetdienstanbieters (ISP) um und empfängt die vom Kunden hochgeladenen Daten. Der passive Splitter teilt das Lichtsignal in zwei oder mehr Signale auf. Er befindet sich üblicherweise in Kundennähe, um die benötigte Glasfaserlänge zu reduzieren. Ein Aufteilungsverhältnis von 1:64 ist üblich und kann durch die Kombination verschiedener Splitter erreicht werden. Beispielsweise kann ein Vierfach-Splitter mit einem weiteren, näher am Kunden befindlichen Splitter verbunden werden, der das Signal erneut in sechzehn Zuleitungen aufteilt. Dadurch wird die Verlegung von Glasfaser zurück zum ersten Splitter deutlich reduziert.
 
Da der Glasfaserausbau in Städten in ganz Nordamerika weiter voranschreitet, ist es ratsam, sich mit den verschiedenen Arten von PONs vertraut zu machen.
 
● Broadcast PON oder BPON war die ursprüngliche Methode und nutzte das Standard-Telefonnetzprotokoll ATM oder den asynchronen Übertragungsmodus.
 
● Ethernet PON oder EPON nutzt den IEEE-Ethernet-Standard und ist zu 1 Gbit/s fähig.
 
Gigabitfähiges PON oder GPON nutzt das Internetprotokoll (IP) und verarbeitet Daten mit bis zu 2,5 Gbit/s im Downstream und 1,5 Gbit/s im Upstream. Es unterstützt Triple Play, d. h. es ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Telefonie, Daten und Video. Es ist das System, das in den meisten geplanten Glasfaseranschlüssen (FTTP) zum Einsatz kommen wird. Da die Bandbreitenanforderungen diesen Standard jedoch bereits übertroffen haben, wird an dessen Verbesserung gearbeitet.
 
● Es wird ein neuer Standard NGPON2 entwickelt, der 40 Gbit/s Downstream und 10 Gbit/s Upstream ermöglichen wird, wobei das Potenzial besteht, diese Werte zu verdoppeln.

 

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