Wie wählt man die richtige Glasfaser aus?
Die Grundvoraussetzung bei der Auswahl der optischen Faser besteht darin, dass die von der emittierenden Lichtquelle in die optische Faser eingekoppelte optische Leistung groß genug sein muss und die Verzerrung, die nach der Übertragung des optischen Signals durch die optische Faser entsteht, minimal ist.
Geringe Übertragungsdämpfung
In einem bestimmten Wellenlängenbereich muss die Dämpfung gering genug sein, um eine möglichst lange Übertragungsdistanz zu ermöglichen und gleichzeitig die vom Empfänger benötigte optische Leistung zu gewährleisten. Berücksichtigen Sie bei der Systemkonstruktion die Einfügungsdämpfung von Steckverbindern, Steckverbindern und Kopplern sowie den für den Systembetrieb erforderlichen Headroom. Aus diesem Grund ist die richtige Wahl der Betriebswellenlänge und des Fasertyps entscheidend.
Geringe Kopplungsverluste
Kopplungsverluste umfassen den Kopplungsverlust der Lichtquelle und den Kopplungsverlust des Detektors. Bei großen Kerndurchmessern und großer numerischer Apertur können die Kopplungsverluste der Lichtquelle reduziert werden, die Kopplungsverluste des Detektors nehmen jedoch zu. Um die Kopplungsverluste des Detektors zu reduzieren, müssen Kerndurchmesser und numerische Apertur ausreichend klein sein, damit das austretende Licht der Glasfaser vollständig auf die Empfangsfläche des Detektors trifft. Um die Reaktionsgeschwindigkeit des Empfängers zu verbessern und das Rauschen zu reduzieren, muss die Detektorfläche klein sein. Daher ist eine Vergrößerung der lichtempfindlichen Oberfläche des Detektors zur Reduzierung der Kopplungsverluste nicht möglich. Fasern mit großem Kerndurchmesser und großer numerischer Apertur haben eine geringe Übertragungsbandbreite und eignen sich für Systeme mit LEDs.
Geringe Verbindungsverluste
Verbindungsverluste umfassen den Verlust von Steckverbindern und Anschlüssen. Um den Verbindungsverlust zu minimieren, sollten Kerndurchmessertoleranz, Unrundheit sowie Kern- und Mantelkonzentrizitätsfehler so gering wie möglich gehalten werden. Um die geometrische Genauigkeit der Glasfaser zu erhöhen, müssen die Herstellungskosten erhöht werden. Eine Vergrößerung des Kerns und der numerischen Apertur kann den negativen Einfluss der geometrischen Toleranz auf den Verbindungsverlust verringern, ist jedoch nicht mit einer Erhöhung der Bandbreite vereinbar, und der Kompromiss muss umfassend berücksichtigt werden.
Dispersion und Bandbreite
Damit das modulierte optische Signal die gesamte Länge der Glasfaser mit minimaler Verzerrung durchläuft, muss die Dispersion der Glasfaser ausreichend gering sein. Um die Faserdispersion zu reduzieren, müssen der Brechungsindex und die Nulldispersionswellenlänge streng kontrolliert werden. Für ein bestimmtes System müssen Fasertyp und Arbeitswellenlänge richtig gewählt werden. Beispielsweise sollte für ein Langstrecken-Hochgeschwindigkeits-Unterseekabelsystem eine G.654-Faser mit einer Nullpigmentverschiebung von 1,55 μm verwendet werden. Für das Wellenlängenmultiplexsystem sollte ein System mit geringer Dispersion gewählt werden. Eine G.655-Faser ungleich Null reduziert zwar die Vierwellenmischung, hat aber einen nachteiligen Effekt. Das im Stadtnetz verwendete DWDM-System muss eine Vollwellenfaser mit einem extrem breiten Wellenlängenbereich und einem breiten Spektrum verfügbarer Wellenlängen sein. Bei Systemen mit LEDs müssen die Auswirkungen der Materialdispersion und anderer Faktoren berücksichtigt werden. Die obige Tabelle zeigt die typischen Parameter einer Nullkabel-Singlemode-Faser als Referenz für die Faserauswahl.














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