Bei der Installation, Wartung oder Wiederherstellung von Glasfasernetzen ist es oft erforderlich, eine bestimmte Glasfaser zu identifizieren, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Dieses batteriebetriebene Gerät sieht aus wie ein langer Handbalken und wird als Glasfaser-Identifikator oder Live-Glasfaser-Identifikator bezeichnet.
Der Glasfaser-Identifikator nutzt eine sichere und zuverlässige Makrobiegetechnologie, um Störungen der Netzwerkkommunikation zu vermeiden, die normalerweise durch das Trennen oder Durchtrennen eines Glasfaserkabels zur Identifizierung und Prüfung verursacht würden. Der Glasfaser-Identifikator ist für Ingenieure und Techniker gedacht, um dunkle oder aktive Fasern sowie übermäßige Verluste aufgrund falscher Ausrichtung mechanischer Spleiße oder schlechter Verbindungen zu identifizieren.
Oben am Faseridentifikator befindet sich ein Schlitz. Die zu testende Faser wird in den Schlitz eingeführt, anschließend führt der Faseridentifikator eine Makrobiegung an der Faser durch. Durch die Makrobiegung tritt etwas Licht aus der Faser aus, das der optische Sensor erkennt. Der Detektor kann sowohl das Vorhandensein von Licht als auch die Lichtrichtung erkennen.
Ein Glasfaser-Identifikator erkennt „kein Signal“, „Ton“ oder „Verkehr“ und zeigt die Verkehrsrichtung an. Der durch diese Technik verursachte optische Signalverlust ist so gering, normalerweise im Bereich von 1 dB, dass er den laufenden Verkehr nicht beeinträchtigt. Glasfaser-Identifikatoren erkennen 250-µm-Blankfasern, 900-µm-Volladerfasern, 2,0-mm-Glasfaserkabel, 3,0-mm-Glasfaserkabel, Blankfaserbänder und ummantelte Glasfaserbänder.
Die meisten Faseridentifikatoren benötigen einen Kopfadapterwechsel, um alle diese Faser- und Kabelarten zu unterstützen. Andere Modelle hingegen sind clever konstruiert und benötigen keinen Kopfadapterwechsel. Manche Modelle unterstützen nur Singlemode-Fasern, andere sowohl Singlemode- als auch Multimode-Fasern.
Unterschied zwischen Glasfaser-Identifikator und visuellem Fehlerorter
Glasfaser-Identifikatoren und optische Fehlerortungsgeräte sind die wichtigsten Werkzeuge für Tests in unserem Netzwerk. Manchmal verwechseln wir sie jedoch. Ehrlich gesagt handelt es sich um unterschiedliche Testwerkzeuge .
1. Der optische Faseridentifikator ist ein sehr empfindlicher Fotodetektor. Wenn sich eine Faser biegt, treten Lichtstrahlen aus dem Faserkern aus. Dieses Licht wird vom Faseridentifikator erkannt. Anhand dieses Lichts können Techniker eine einzelne Faser in einer mehradrigen Glasfaser oder einem Patchpanel von der anderen Glasfaser unterscheiden. Der optische Faseridentifikator kann Status und Richtung des Lichts erkennen, ohne die Übertragung zu beeinflussen. Um die Arbeit zu erleichtern, wird das Testsignal am sendenden Ende üblicherweise auf 270 Hz, 1000 Hz oder 2000 Hz moduliert und in eine bestimmte Faser eingespeist. Die meisten optischen Faseridentifikatoren sind für Singlemode-Glasfasern mit einer Betriebswellenlänge von 1310 nm oder 1550 nm ausgelegt. Mithilfe der Makrofalttechnologie können optische Faseridentifikatoren die Richtung und Leistung der Übertragungsfaser und der zu testenden Faser online bestimmen.

2. VFL (Visual Fault Locator)
Dieses revolutionäre Produkt basiert auf einer Laserdiode mit sichtbarem Licht (rotes Licht). Wird das Licht in die Faser eingespeist, werden Faserbrüche, Steckerfehler, Knicke oder mangelhafte Schweißnähte durch die Lichtaussendung optisch lokalisiert und die Fehlerstelle von Faser zu Faser lokalisiert. Der Visual Fault Locator sendet kontinuierlich (CW) oder im Pulsmodus. Die übliche Frequenz beträgt 1 Hz oder 2 Hz, kann aber auch im kHz-Bereich arbeiten. Die Ausgangsleistung beträgt normalerweise 0 dBm (1 mW) oder weniger, die Reichweite beträgt 2 bis 5 km und alle gängigen Stecker werden unterstützt.
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