Definition
Ein Wide Area Network (WAN), auch Weitverkehrsnetz genannt, ist ein Netzwerk, das mithilfe von Telekommunikations-Standleitungen ein großes Gebiet abdeckt. Ein WAN umfasst alle Telekommunikationsnetzwerke, die über städtische, regionale, nationale oder internationale Grenzen hinweg Verbindungen herstellen. Im Allgemeinen verbindet ein WAN verschiedene kleinere Netzwerke, beispielsweise lokale Netzwerke (LAN) und städtische Netzwerke (MAN). Dadurch wird sichergestellt, dass Computer und Benutzer an einem Standort mit anderen Standorten kommunizieren können. Die WAN-Implementierung kann entweder mithilfe des öffentlichen Übertragungssystems oder eines privaten Netzwerks erfolgen. Verglichen mit kleinen Netzwerken wie LAN oder MAN wird WAN eher in Unternehmen und Behörden eingesetzt. Diese nutzen WANs, um Daten zwischen Mitarbeitern, Kunden oder sogar Lieferanten an verschiedenen geografischen Standorten zu übertragen. Tatsächlich hilft ihnen diese Art der Telekommunikation, die Standortbeschränkungen der Kommunikation zu überwinden.
WAN-Funktionen
Im Allgemeinen ist die Datenübertragungsrate von WAN höher als die von LAN, während die Signallaufzeit deutlich länger ist als bei LAN. Die typische Rate eines WAN liegt üblicherweise zwischen 56 kbit/s und 155 Mbit/s. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung gibt es auch WANs mit 622 Mbit/s, 2,4 Gbit/s und noch schnelleren Geschwindigkeiten. Die Signallaufzeit kann von wenigen Millisekunden bis zu mehreren hundert Millisekunden (bei Nutzung des Satellitenkanals) betragen. Die Hauptmerkmale von WANs sind:
- Passen Sie sich den Anforderungen der Großraum- und Notfallkommunikation an
- Erfüllen Sie die Anforderungen eines integrierten Service
- Offene Geräteschnittstellen und standardisierte Protokolle
- Perfekte Kommunikationsdienste und Netzwerkmanagement
- Standleitung – Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei Computern oder LANs
- Leitungsvermittlung – Zwischen den Endpunkten wird ein dedizierter Leitungspfad erstellt (z. B. DFÜ-Verbindungen).
- Paketvermittlung (verbindungsorientiert) – Geräte transportieren Pakete über eine gemeinsame Punkt-zu-Punkt- oder Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung über ein Carrier-Internetwork. Bevor Informationen zwischen zwei Endpunkten ausgetauscht werden können, wird zunächst eine virtuelle Verbindung aufgebaut. Pakete variabler Länge werden über Permanent Virtual Circuits (PVC) oder Switched Virtual Circuits (SVC) übertragen.
- Paketvermittlung (verbindungslos) – Geräte transportieren Pakete über eine gemeinsame Punkt-zu-Punkt- oder Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung über ein Carrier-Internetwork. Es werden Pakete variabler Länge übertragen. Zwischen den Endpunkten wird keine Verbindung aufgebaut; Endpunkte können dem Netzwerk lediglich Pakete anbieten, die an einen beliebigen anderen Endpunkt adressiert sind, und das Netzwerk versucht, das Paket zuzustellen (z. B. Internet).
- Cell Relay – Ähnlich wie Paketvermittlung, jedoch mit Zellen fester Länge anstelle von Paketen variabler Länge. Daten werden in Zellen fester Länge aufgeteilt und dann über virtuelle Schaltkreise transportiert.
Weiterführender Link
- Glasfaserkabel für lokale Netzwerke
- Verwenden von Glasfaser-Medienkonvertern zur Erweiterung Ihres Netzwerks













No comments have been posted yet.