Der Einsatz von Glasfaserkabeln in rauen Umgebungen ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich häufig unvermeidbar. Nagetiere wie Eichhörnchen im Freien und Ratten in Rechenzentren sind bekannt dafür, Glasfaserkabel zu beschädigen, indem sie sie anknabbern oder zerkauen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Gefahren, die Glasfaserkabel schädigen und zu Ausfällen führen können, darunter Staub, Wasser oder andere Flüssigkeiten sowie Stöße. Daher ist ein ausreichender Schutz für Glasfasernetze unerlässlich. In diesem Beitrag werden zwei Arten von Glasfaser-Patchkabeln vorgestellt, die speziell für raue Verkabelungsumgebungen entwickelt wurden.
Bei den beiden Glasfaser-Patchkabeln handelt es sich um armierte und IP67-geschützte Glasfaser-Patchkabel. Da die meisten Glasfaserkabelausfälle auf Faserbrüche und Verunreinigungen zurückzuführen sind, müssen sowohl das Glasfaserkabel als auch die Anschlusspunkte der Glasfaserverbindungen gut geschützt sein. Beide Kabeltypen erfüllen die Anforderungen anspruchsvoller Verkabelungsumgebungen optimal.
Armiertes Glasfaser-Patchkabel
Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfaser-Patchkabeln, die empfindlich sind und sorgfältige Handhabung erfordern, sind armierte Glasfaser-Patchkabel deutlich robuster und flexibler. Sie bestehen üblicherweise aus zwei Mänteln – einem Innen- und einem Außenmantel –, zwischen denen sich ein Stahlrohr befindet. Einige Hersteller bieten auch armierte Glasfaserkabel mit Aluminiumrohr an. Dieses robuste Metallrohr schützt die Glasfasern im Inneren des Kabels vor Stößen und Bissen durch Tiere. Die gängigsten Armierungsarten für armierte Glasfaserkabel sind die Verriegelungs- und die Wellenarmierung. Für die meisten Anwendungen im Außenbereich werden Wellenarmierungskabel empfohlen. Viele armierte Glasfaser-Patchkabel verwenden heutzutage die Verriegelungsarmierung. Im Rechenzentrumsbetrieb ermöglichen armierte Glasfaser-Patchkabel eine flexiblere Verkabelung, da sie über Biegebegrenzer verfügen, die die Glasfasern vor Überbiegung schützen. Die folgende Abbildung zeigt den Aufbau eines armierten Glasfaser-Patchkabels.
Aufgrund ihrer Langlebigkeit und Flexibilität finden armierte Glasfaser-Patchkabel in modernen Netzwerken breite Anwendung. Für Rechenzentren steht eine große Auswahl an armierten Glasfaser-Patchkabeln zur Verfügung, die sich hinsichtlich Steckertyp, Fasertyp, Mantelart, Faseranzahl usw. unterscheiden.
IP67 Glasfaser-Patchkabel
IP67-Glasfaser-Patchkabel sind robuste Kabel mit speziell entwickelten Glasfaseranschlüssen, die Glasfaserverbindungen vor Staub und Flüssigkeiten schützen. „IP67“ ist die Kennzeichnung für Ingress Protection (Schutzart), ein System zur Angabe des Schutzgrades von Produkten. Die Ziffer „6“ steht für vollständigen Staubschutz, die Ziffer „7“ für Schutz gegen Eintauchen in Wasser. Der höchste auf dem Markt erhältliche Schutzgrad für Glasfaser-Patchkabel ist IP68. IP67-Glasfaser-Patchkabel sind ideal zum Schutz von Glasfaserverbindungen, insbesondere der Anschlusspunkte. Der Glasfaserstecker des IP67-Patchkabels unterscheidet sich von herkömmlichen Steckern. Ein Standard-Glasfaserstecker ist durch ein spezielles Gehäuse geschützt. Zum Verbinden zweier IP67-Glasfaser-Patchkabel wird ein spezieller Glasfaseradapter für optimale Abdichtung und Schutz benötigt. Die folgende Abbildung zeigt ein LC-LC-Glasfaser-Patchkabel. Die folgende Tabelle listet einige der gängigsten IP67-Baugruppen auf.
Abschluss
Der Schutz von Glasfaserkabeln hat in Glasfasernetzen stets höchste Priorität. Die Auswahl des richtigen Patchkabels entsprechend der jeweiligen Anwendung ist unerlässlich. In Umgebungen mit häufigen Tieren und Stößen empfiehlt sich der Einsatz von armierten Glasfaser-Patchkabeln. Für Bereiche, in denen Flüssigkeiten und Staub eine große Herausforderung darstellen, sind wasserdichte IP67-Glasfaser-Patchkabel mit hervorragender Abdichtung empfehlenswert.












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