In den meisten Glasfasernetzen ist eine bidirektionale Übertragung erforderlich, die üblicherweise über Duplex-Glasfaserkabel realisiert wird. In einigen Fällen kann jedoch auch Simplex-Glasfaserkabel eine bidirektionale Übertragung unterstützen, wie beispielsweise in Netzwerken, die BiDi-Module verwenden. Wenn Sie beispielsweise ein Paar BiDi-Glasfaser-Transceiver verwenden, wobei einer 1270 nm für TX und 1310 nm für RX nutzt, sollte das andere BiDi-Modul am anderen Ende der Glasfaserverbindung die gleichen, jedoch umgekehrten Wellenlängen für TX und RX verwenden. Somit kann ein Paar bidirektionaler Signale über dieselbe Faser mit zwei verschiedenen Wellenlängen übertragen werden. Beim Aufbau eines Single-Fiber-CWDM-Netzwerks ist die Vorgehensweise etwas anders. Das Grundprinzip ist jedoch ähnlich: Es werden verschiedene Wellenlängenpaare verwendet, um verschiedene Paare bidirektionaler Signale zu übertragen
Single-Fiber CWDM MUX/DEMUX
Zum Aufbau eines CWDM-Netzwerks werden an jedem Ende der Glasfaserverbindung CWDM-Multiplexer/Demultiplexer eingesetzt. Es gibt auch Single-Fiber-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer, die verschiedene Wellenlängen über dieselbe Faser für die bidirektionale Übertragung kombinieren. Im Gegensatz zu Dual-Fiber-CWDM-Multiplexern/Demultiplexern, die für jedes bidirektionale Signalpaar dieselbe Wellenlänge verwenden, nutzen Single-Fiber-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer zwei unterschiedliche Wellenlängen pro Signalpaar. Ein 4-Kanal-Dual-Fiber-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer verwendet nur vier verschiedene Wellenlängen. Ein 4-Kanal-Single-Fiber-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer hingegen nutzt acht verschiedene Wellenlängen, die für die bidirektionale Übertragung in vier Paare aufgeteilt werden.
Das obige Bild zeigt einen 9-Kanal-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer (MUX/DEMUX) mit Einzelfaseranschluss, der neun CWDM-Wellenlängen zum Senden und neun weitere zum Empfangen nutzt. Auf der Vorderseite befinden sich ein Simplex-Leitungsanschluss und neun Duplex-Kanalanschlüsse. Jeder Duplex-Kanalanschluss verwendet zwei verschiedene Wellenlängen, die auf der Vorderseite deutlich gekennzeichnet sind. Das folgende Bild zeigt ebenfalls einen 9-Kanal-CWDM-Multiplexer/Demultiplexer mit Einzelfaseranschluss, der zusammen mit dem oben genannten verwendet wird. Die Anschlüsse für Senden (TX) und Empfangen (RX) sind jedoch vertauscht, um die bidirektionale Übertragung zu gewährleisten.
CWDM-Transceiver-Auswahl für Single-Fiber CWDM MUX/DEMUX
Um ein CWDM-Netzwerk mit einer einzigen Glasfaser aufzubauen, wird der in Geräten wie Switches installierte CWDM-Glasfaser-Transceiver üblicherweise mit dem Kanalport des CWDM-Multiplexers/Demultiplexers verbunden. Da der Kanalport des CWDM-Multiplexers/Demultiplexers mit einer einzigen Glasfaser jedoch zwei verschiedene Wellenlängen unterstützt, kann die Auswahl des passenden CWDM-Glasfaser-Transceivers für diesen MUX/DEMUX-Typ zunächst verwirrend erscheinen. Tatsächlich ist sie aber recht einfach. Sie müssen lediglich die Wellenlänge des Sendeports (TX) berücksichtigen. Nutzt beispielsweise einer der Duplex-Ports 1270 nm für TX und der andere 1290 nm für RX, so benötigen Sie für diese Ports einen 1270-nm-CWDM-Transceiver. Am anderen Ende der Verbindung wird ein 1290-nm-CWDM-Transceiver benötigt.
Die folgende Abbildung zeigt ein 10G-4-Kanal-Single-Fiber-CWDM-Netzwerk, das die Verwendung von Single-Fiber-CWDM-Multiplexern/Demultiplexern (MUX/DEMUX) und die Auswahl von CWDM-Glasfaser-Transceivern für diese Netzwerke veranschaulicht. Jede Wellenlänge wird in einem Single-Fiber-CWDM-Netzwerk nur in eine Richtung übertragen.
Schlussfolgerung
Durch die Verbindung der auf den Switches installierten CWDM-Glasfaser-Transceiver mit den entsprechenden Kanalports des Single-Fiber-CWDM-MUX/DEMUX und die Verbindung der Leitungsports der beiden CWDM-MUX/DEMUX über Singlemode-Simplexfaser kann ein einfaches Single-Fiber-CWDM-Netzwerk aufgebaut werden. Der obige Inhalt bietet lediglich das Grundkonzept eines Single-Fiber-CWDM-Netzwerks. Bei der praktischen Implementierung sind tatsächlich viele Faktoren zu berücksichtigen, wie z. B. Lichtverlust, Übertragungsdistanz sowie optische Signalverluste und -verstärkungen. Bei Interesse besuchen Sie bitte fiber-mart.COM für weitere Informationen












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