Indien war vor einigen Tagen von einem Internetausfall betroffen. Die Südostküste Indiens, insbesondere Tamil Nadu und Andhra Pradesh, wurde vom Zyklon Vardah schwer getroffen. Dies war der Hauptgrund für die Beeinträchtigung der Internetdienste auf dem gesamten Kontinent. Chennai ist einer der wichtigsten Anlandepunkte für Indiens unterseeische Internet-Telekommunikationsverbindungen, und der Zyklon verursachte schwere Schäden an den Unterseekabeln.
Der Großteil des Internets fließt über Unterseekabel, nur ein kleiner Teil über Satelliten. Indien erhält seine Datenverbindung von drei wichtigen Anlandepunkten: Mumbai, Tamil Nadu und Kerala. Die Internetdaten erreichen Indien über ein Netz von Untersee-Glasfaserkabeln, die Telekommunikationsriesen wie Singtel, Etisalat, France Telecomm und China Telecomm gehören. Die Kabel verlaufen über Tausende von Kilometern über den Meeresboden und verbinden verschiedene Nationen mit dem Internet.
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Wenn ein Unterwasser- Glasfaserkabel beschädigt wird, muss seine Reparatur höchste Priorität haben, da viele Länder für ihre Datenkommunikation auf Internetnetzwerke angewiesen sind. Durch Erdbeben, Schiffsanker und Fischereischleppnetze beschädigte Unterseekabel müssen häufig repariert und gewartet werden.
Die Reparatur eines Kabels ähnelt der Reparatur eines Reifens, bei dem der beschädigte Gummi durch einen neuen Flicken ersetzt wird. Wenn ein Glasfaserkabel auf hoher See reißt, ist der Fehler nicht direkt erkennbar. Daher muss der Telekommunikationsbetreiber bei solchen Vorfällen die Stelle lokalisieren und den beschädigten Abschnitt durch ein neues Kabel ersetzen.
Zunächst lokalisiert der Telekommunikationsbetreiber den beschädigten Bereich, indem er den problematischen Teil anvisiert. Dazu sendet er von einem Ende oder einer Basisstation Signalimpulse durch das Kabel. Der beschädigte Bereich (Bruch) reflektiert den Impuls zurück an die Signalstation, die die Daten gesendet hat. Durch Berechnung der Zeitverzögerung des reflektierten Signals können die Ingenieure den genauen Punkt und Bereich des Problems bestimmen. Anschließend schicken sie ein großes Kabelreparaturschiff mit neuen Glasfaserkabeln los, um den defekten Teil unter Wasser zu ersetzen. Das Kabel wird dann mit speziellen Haken (Drink) vom Meeresboden gehoben und auf das Schiff gezogen. Die defekten Kabel werden dann an Bord gespleißt, mit einem neuen Kabel verbunden, mit einer wasserdichten und korrosionsbeständigen Hülle versiegelt und wieder zum Meeresboden zurückgebracht. Anschließend sendet das Schiff die Informationen an die Basisstationen, um das Kabel erneut zu testen. Sobald die Testsignale das Ziel erreichen, wird die Arbeit bestätigt und das Kabel erfolgreich repariert. Die Daten werden dann eingeschaltet und die Verbindung wiederhergestellt. Der gesamte Vorgang kann bis zu 16 Stunden oder länger dauern, abhängig von der Anzahl der Kabelbrüche, der erfolgreichen Reparatur, der Tageszeit, den Wetterbedingungen auf See und den Schiffen in der Umgebung.













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