Ein Glasfaser-Dämpfungsglied , auch optischer Abschwächer genannt, simuliert den Verlust der optischen Leistung, der durch eine lange Glasfaserstrecke verursacht werden kann. Typischerweise wird dieses Gerät für Empfängertests verwendet. Ein optischer Abschwächer kann zwar den optischen Verlust einer längeren Glasfaserstrecke simulieren, jedoch nicht die Dispersion, die durch eine lange Glasfaserstrecke verursacht würde.
Vereinfacht ausgedrückt: Zu viel Licht kann einen Glasfaserempfänger überlasten und die Bitfehlerrate verschlechtern. Um die beste Bitfehlerrate (BER) zu erreichen, sollte die Lichtleistung reduziert werden. Glasfaser-Dämpfungsglieder erfüllen diese Anforderung perfekt. Dies kann passieren, wenn der Sender zu viel Leistung liefert, beispielsweise wenn er sich zu nahe am Empfänger befindet.
Wie funktioniert ein Glasfaser-Dämpfungsglied?
Abschwächer sind wie Ihre Sonnenbrille, die die überschüssige Lichtenergie absorbiert und Ihre Augen vor Blendung schützt. Abschwächer haben normalerweise einen Wellenlängenbereich, in dem sie die Sonnenenergie gleichmäßig absorbieren.
Ein wesentliches Merkmal eines guten Glasfaser-Dämpfungsglieds ist, dass es das Licht nicht reflektiert, sondern absorbiert, ohne beschädigt zu werden. Da die in der Glasfaserkommunikation verwendete Lichtleistung relativ gering ist, kann sie in der Regel ohne spürbare Beschädigung des Dämpfungsglieds absorbiert werden.
Arten von optischen Dämpfungsgliedern
Es gibt zwei Arten von Glasfaser-Dämpfungsgliedern: Dämpfungsglieder mit festem Wert und variable optische Dämpfungsglieder.
Dämpfungsglieder mit festem Wert haben feste Werte, die in Dezibel angegeben werden. Sie werden in Telekommunikationsnetzen, Glasfasertestanlagen sowie LAN- und CATV-Systemen eingesetzt. Ein Dämpfungsglied mit -3 dB reduziert beispielsweise die Ausgangskonzentration um 3 dB (50 %). Der Dämpfungswert eines Dämpfungsglieds mit festem Wert kann nicht variiert werden. Die Dämpfung wird in dB angegeben. Die Betriebswellenlänge optischer Dämpfungsglieder sollte für diese Nenndämpfung angegeben werden, da die optische Dämpfung eines Materials mit der Wellenlänge variiert. Es gibt zwei große Gruppen von Dämpfungsgliedern mit festem Wert: Inline-Typ und Steckertyp. Der Inline-Typ sieht aus wie ein gewöhnliches Glasfaser-Patchkabel; er besteht aus einem Glasfaserkabel mit zwei Steckverbindern, deren Typ Sie angeben können. Ein Dämpfungsglied mit Steckertyp sieht aus wie ein Glasfaser-Schottverbinder mit einem Stecker und einer Buchse. Er passt zu regulären Steckverbindern desselben Typs, z. B. FC, ST, SC und LC.
Variable optische Dämpfungsglieder gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie werden allgemein für Tests und Messungen eingesetzt, finden aber auch breite Anwendung in EDFAs, um die Lichtleistung zwischen verschiedenen Kanälen anzugleichen. Ein Typ variabler optischer Dämpfungsglieder wird auf der D-förmigen Faser als Evaneszentfeld-Bauelement realisiert. Wenn das äußere Material, dessen Brechungsindex größer ist als der effektive Brechungsindex des Modus, einen Teil der für das Evaneszentfeld erreichbaren Ummantelung ersetzt, kann der Modus undicht werden und ein Teil der optischen Leistung abgestrahlt werden. Wenn der Brechungsindex des äußeren Materials steuerbar verändert werden kann, beispielsweise mit thermooptischen, elektrooptischen oder akustisch-optischen Effekten, ist ein Bauelement mit steuerbarer Dämpfung realisierbar.
Zu den anderen Arten variabler optischer Dämpfungsglieder zählen Luftspalt-, Clip-On-, 3-Stufen- und mehr.












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