Bei Audio- und Videokabeln für Videogeräte gibt es zwei Arten: Composite- und Component-Kabel. Obwohl beide in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, beispielsweise durch die Verwendung von Cinch-Steckern, gibt es wichtige Unterschiede, die die Wahl der Kabel und somit auch der benötigten Adapter beeinflussen. Auch das verwendete Gerät spielt eine Rolle, da manche Geräte besser mit dem einen, andere besser mit dem anderen Adaptertyp kompatibel sind.
Anzahl der Anschlüsse und deren Farbe
Ein Composite-Adapter verfügt über drei Anschlüsse: ein gelbes Kabel für die analoge Videoübertragung und zwei Kabel (rot und weiß) für das Audiosignal; das rote Kabel überträgt den linken Kanal, das weiße den rechten. Das Videobild auf dem Gerät ist eine lineare Kombination aus Farbton, Sättigung und Helligkeit. Solche Anschlüsse werden häufig bei älteren Fernsehgeräten verwendet.
Ein Komponentenadapter unterscheidet sich dadurch, dass er fünf Anschlüsse besitzt: Drei farbige Kabel (üblicherweise rot, blau und grün) übertragen das Videosignal, die beiden anderen (üblicherweise rot und weiß) das Audiosignal. Diese Anschlussart wird von modernen elektronischen Geräten unterstützt. Bei beiden Adaptern gibt es keinen gravierenden Unterschied in der Klangqualität.
Lesen Sie unbedingt die Anleitung, um herauszufinden, welches Kabel welcher Funktion entspricht – manche Hersteller verwenden unterschiedliche Kabeldesigns und Farbkennzeichnungen. Dies könnte erklären, warum das Bild auf Ihrem Gerät nicht korrekt angezeigt wird. Voraussetzung dafür ist, dass weder das Gerät noch die Kabel beschädigt sind.
Bildübertragung
Wie bereits erwähnt, empfängt der Composite-Adapter die Bilddaten, die in einem einzigen Kanal codiert sind. Das gesamte Videosignal wird über das einzelne gelbe Kabel übertragen. Der Component-Adapter hingegen empfängt drei separate Signale von separaten Kanälen: Y (Helligkeit bzw. Luminanz des Bildschirms), PR (Differenz zwischen Rot und Luminanz) und PB (Differenz zwischen Blau und Luminanz), in der Unterhaltungselektronik auch als YPBPR bekannt.
Auflösung
Was die Bildqualität auf dem Bildschirm angeht, bietet Composite lediglich eine Auflösung von 480i; bei Modellen höchster Qualität sind es 576i. Dies sind jedoch ältere Standards. Komponentenkabel bieten mittlerweile eine deutlich verbesserte Bildauflösung und können hochauflösende Bilder mit 1080p oder höher optimal darstellen. Die Auflösung wird letztendlich nur durch die Leistungsfähigkeit des Wiedergabegeräts begrenzt.
Auch wenn die Unterschiede gering erscheinen mögen, entscheiden sich viele für Komponentenadapter, da die Technologie der Composite-Adapter ausstirbt. Diese wurden für ältere Geräte verwendet, die keine Komponentenvideotechnologie unterstützen.
Der einzige wirkliche Nachteil von Komponentenvideo ist, dass die Signale im Vergleich zu DVI- und HDMI-Kabeln, die klarere Audio- und Videosignale über Binärcode übertragen, als Wellenformen dargestellt werden. Dadurch sind sie anfälliger für Störungen durch Geräte in der Nähe.
Das heißt nicht, dass Komponentenadapter nicht noch häufig verwendet werden, aber sie werden mit der Zeit zugunsten von Adaptern und Kabeln, die alle Signale digital übertragen, nach und nach ersetzt. Gleichzeitig wird es noch einige Jahre dauern, bis sie vollständig vom Markt verschwinden, sodass man sich keine Sorgen um veraltete Technologie machen muss. Außerdem liefert die Komponentenvideotechnik immer noch hochwertige Aufnahmen!











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