Die Linux Foundation hat diese Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona ihre Absicht bekannt gegeben, das OPEN-Orchestrator-Projekt (OPEN-O) zu gründen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung des ersten Open-Source-Software-Frameworks und -Orchestrators für Software-Defined Networking ( SDN ) und Network Function Virtualization (NFV).
Die Stiftung, die auch maßgeblich hinter SDN/NFV-bezogenen Projekten wie OpenDaylight und ONOS steht, nennt als erste Unterstützer von OPEN-O unter anderem Brocade, China Mobile, China Telecom, DynaTrace, Ericsson, F5 Networks, GigaSpaces, Huawei, Infoblox, Intel, KT, Red Hat, Raisecom, Riverbed und ZTE. Auch andere Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, so die Stiftung.
Die Linux Foundation hält das Projekt für notwendig, da SDN und NFV zwar bereits autonome Echtzeit-Telekommunikationsabläufe ermöglichen, viele auf proprietärer Software basierende Betriebsunterstützungssysteme (OSS) jedoch im Weg stehen. Die Folge sind fragmentierte Technologien und Interoperabilitätsprobleme. Ein Open-Source-Orchestrierungsframework würde die Implementierung von SDN und NFV beschleunigen und gleichzeitig die Integration verschiedener Anbieter, Serviceinnovationen und Netzwerkflexibilität beschleunigen.
Wie bei anderen Projekten der Linux Foundation könnte die OPEN-O-Governance einen technischen Lenkungsausschuss und einen Endnutzerbeirat umfassen, um die Abstimmung der Bedürfnisse der technischen und der Endnutzer-Community sicherzustellen. Die Projektmitglieder planen, eine Entwicklungs- und Testplattform zu schaffen und eine Open-Source-Entwickler-Community aufzubauen und zu unterstützen.
„Betreiber stehen nun vor der Herausforderung, benutzerzentrierte Dienste anzubieten – von konnektivitätsorientierten Diensten bis hin zu integrierten domänen-, schicht- und anbieterübergreifenden Diensten. Mit der Einführung von SDN und NFV werden die Netzwerke zunehmend automatisiert und serviceorientiert, was zu mehr Kreativität und Forschung anregt und den Aufbau eines umfassenden und einheitlichen Ökosystems ermöglicht“, erklärte Shen Shaoai, stellvertretender Generaldirektor der Technologieabteilung von China Telecom. „OPEN-O wird die weltweit erste einheitliche SDN- und NFV-Orchestrierungsplattform entwickeln. China Telecom erwartet, dass diese Plattform eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von SDN/NFV spielen kann. China Telecom ist bereit, mit anderen Betreibern und Partnern zusammenzuarbeiten, um die gemeinsame Innovation voranzutreiben und freut sich auf eine vielversprechende Zukunft von SDN und NFV.“











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