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Was sind visuelle Orientierungshilfen und wie helfen sie der Branche?

  • Was sind visuelle Orientierungshilfen und wie helfen sie der Branche? Fibermart
  • Dienstag 04 September, 2018
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Die größten Probleme bei Glasfasernetzen sind die Verbindungsschwierigkeiten. Deshalb suchen wir nach effizienten Methoden, die uns helfen, Problemstellen in den Kabeln besser zu lokalisieren. Ein solches Produkt ist ein visueller Fehlerortungsgerät.
 
Ein optischer Fehlerortungsgerät (VFL) ist ein wichtiger Bestandteil der Installations- und Wartungsausrüstung für Glasfaserkabel. Es hilft, Brüche, Biegungen oder Verschleiß der Glasfasern in Singlemode- oder Multimode-Glasfaserkabeln zu erkennen. Da Glasfaserkabel Infrarotlicht verwenden, sind die Verluststellen mit bloßem Auge nicht sichtbar. Hier kommen VFLs zum Einsatz: Sie nutzen das Licht einer leistungsstarken Laserquelle, um die Stellen mit hohen Verlusten in einem Glasfaserkabel sichtbar zu machen.
 

Glasfaser-Durchgangsprüfgeräte vs. VFLs

 
Der Hauptunterschied zwischen Glasfaser-Durchgangsprüfern und optischen Fehlerortungsgeräten liegt in der verwendeten Lichtquelle. Glasfaser-Durchgangsprüfer nutzen sichtbare LEDs (meist rot oder grün), während optische Fehlerortungsgeräte eine leistungsstarke rote Laserdiode (635–670 nm) verwenden. Glasfaser-Durchgangsprüfer sind die einfacheren Geräte, da sie lediglich feststellen können, ob ein Problem mit der Glasfaser vorliegt, indem sie prüfen, ob Licht das gesamte Kabel durchdringt. Wenn das Licht durch das Kabel dringt, ist alles in Ordnung; andernfalls ist eine detailliertere Analyse erforderlich.
 
Während VFLs uns eine detailliertere Analyse ermöglichen, indem sie uns helfen, den genauen Ort zu lokalisieren, an dem die Verluste aufgrund schlechter Verbindungen oder Biegungen auftreten, und wir uns nicht mit anderen Geräten zur weiteren Diagnose herumschlagen müssen.
 

Das Funktionsprinzip visueller Fehlerortungsgeräte

 
Eine Hochleistungs-Rotlaserdiode sendet Licht durch den Kern eines Glasfaserkabels. Dieses Licht kann über eine gewisse Distanz übertragen werden und ermöglicht es, den Lichtweg durch das Kabel zu verfolgen und hohe Verluste zu erkennen. VFLs (Visual Fiber Lasers) werden hauptsächlich für kurze Kabelstrecken bis zu einigen Kilometern eingesetzt und können daher in Bereichen mit OTDR-Totzonen (Optical Touch Data Reconstruction) als Teil von OTDR-Systemen verwendet werden.
 

Arten von visuellen Fehlerortungsgeräten

 
Visuelle Fehlerortungsgeräte gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Man unterscheidet zwei Arten, je nach Funktionsweise: Kontakt- und berührungslose Geräte. Bei einem Kontakt-VFL steht die zu prüfende Glasfaser in direktem physischen Kontakt mit dem VFL, während dies bei einem berührungslosen VFL nicht der Fall ist. Für kommerzielle Zwecke werden hauptsächlich drei Arten von visuellen Fehlerortungsgeräten eingesetzt:
 
Visueller Fehlerortungsgerät im Stiftformat: Es ist handlich und lässt sich leicht mitführen. Es handelt sich um ein kontaktbasiertes VFL-Gerät.
Handgeführtes optisches Fehlerortungsgerät: Dies ist ein Kontakt-VFL und ist in verschiedenen Steckertypen erhältlich, von spezifischen Steckertypen bis hin zu universellen.
 
Tragbarer visueller Glasfaserfehlerortungsgerät: Dies ist ein berührungsloser VFL und wird zur Identifizierung von Fehlern und Verlusten in Glasfaserkabeln, insbesondere in Kurzstreckenkabeln wie LAN-, ATM-, FDDI- und Telekommunikationsnetzen, eingesetzt.
Wichtige Parameter von VFLs
 
Einige wichtige Parameter, anhand derer die Leistung von VFLs gemessen werden kann, sind:
 
Ausgangsleistung – Die Ausgangsleistung ist ein sehr wichtiger Faktor für die Leistung von VFLs. VFLs können mit höherer Ausgangsleistung über größere Entfernungen funktionieren.
 
Faserreichweite – Dies ist die maximale Entfernung in Glasfaserkabeln, bis zu der Verluste oder Problembereiche ohne größere Schwierigkeiten auftreten können. Sie wird durch die Leistung der Laserdiode bestimmt. Standardmäßige VFLs haben eine Reichweite von 5 km für industrielle Singlemode-Fasern und 10 km für Multimode-Fasern.
 
Wellenlänge – Die Wellenlänge der VFLs funktioniert einwandfrei im Bereich von 635 nm bis 670 nm.
Modulationsfrequenz – Das Auge kann ein blinkendes Licht besser wahrnehmen, weshalb Techniker VFLs mit blinkendem Licht gegenüber solchen mit konstantem Licht bevorzugen, da dies ihnen hilft, die Defekte in Kabeln besser zu diagnostizieren.
 

Haben Sie alles Wichtige über visuelle Fehlerortungssysteme gelernt?

 
Ein visueller Fehlerortungsgerät (VFL) ist ein ideales Instrument für die Installation, Prüfung und Wartung von Glasfaserkabeln. Es lokalisiert zahlreiche Defekte wie Brüche, Risse oder Biegungen an fehlerhaften Spleißstellen. Da das Licht in Glasfaserkabeln Infrarotstrahlung abgibt, ermöglicht ein VFL die Erkennung von Fehlern mit bloßem Auge. Ein VFL sendet Licht mittels eines leistungsstarken roten Lasers durch den Kern des Glasfaserkabels. Das Licht beleuchtet die Umgebung des Kabels (den Puffer) und zeigt so Anomalien wie Brüche, Risse oder Biegungen an den Steckverbindern an. In Kombination mit einem optischen Spannungsregler (OTDR) ist dies besonders effektiv, da OTDRs Bereiche aufweisen, in denen keine Messwerte erfasst werden. Da VFLs die Fehler direkt sichtbar machen, lassen sich viele Probleme lösen. Der Einsatz von VFLs kann sich als sehr nützlich erweisen und die Produktivität steigern, da er eine schnelle und einfache Erkennung des Schadens ermöglicht und uns hilft, den genauen Ort des Problems zu finden, sodass Techniker das Problem in Rekordzeit diagnostizieren, beheben und reparieren können.

 

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