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Warum es wichtig ist, PONs vor der Bereitstellung zu testen

  • Warum es wichtig ist, PONs vor der Bereitstellung zu testen Fibermart
  • Donnerstag 01 August, 2019
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Die Tatsache, dass Glasfasern zur Übertragung von Lichtsignaldaten verwendet werden, ist allgemein bekannt, ebenso wie die Tatsache, dass getrennte Wege erforderlich sind, damit diese Signale ihr beabsichtigtes Ziel erreichen.

Dass Glasfasern zur Übertragung von Lichtsignaldaten eingesetzt werden, ist allgemein bekannt. Ebenso ist bekannt, dass getrennte Wege erforderlich sind, damit diese Signale ihr Ziel erreichen. Typischerweise werden zwei Netzwerktypen eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen:
 
Aktive optische Netzwerke (AONs)
In diesem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf Letzteres und darauf, warum es wichtig ist, diese passiven Netzwerke zu testen, bevor sie offiziell bereitgestellt werden.
 

Definition passiver optischer Netzwerke

Heutzutage investieren Serviceprovider massiv in Zugangsnetze, um die stetig wachsende Nachfrage nach Breitbandverbindungen mit hoher Bandbreite zu decken. Diese Serveranbieter legen Wert auf technologische Weiterentwicklung und Langlebigkeit, um auch künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Daher kommt immer häufiger der Einsatz von PONs zum Einsatz.
 
PON ist eine Technologie, die in der Telekommunikation zur Implementierung einer Punkt-zu-Mehrpunkt-Architektur eingesetzt wird. Mithilfe von Splittern ohne Stromversorgung können zahlreiche Endpunkte über eine einzige Glasfaser versorgt werden. Das Ergebnis dieses Systems (das auch als FTTH (Fiber to the Home), FTTB (Fiber to the Building) oder FTTC (Fiber to the Curb) bezeichnet werden kann) ist, dass jeder Kunde nicht mehr über separate Glasfasern mit dem Hub verbunden werden muss.
 
Ein typisches PON besteht aus mehreren ONUs (Optical Network Units) und OLTs (Optical Line Terminations). Ein OLT befindet sich in der Regel in der Zentrale des Serveranbieters, bis zu 32 ONUs befinden sich in der Nähe der Endnutzer. Der Begriff „passiv“ bezieht sich darauf, dass während der Übertragung des optischen Signals durch das Netzwerk keine aktiven elektronischen Teile vorhanden sind und keine Stromversorgung benötigt wird.
 
Bei FTTH ermöglicht ein PON-System die gemeinsame Nutzung teurer Hardwarekomponenten, da ein Splitter einen einzelnen Eingang verarbeiten und das Signal zur Übertragung an mehrere Benutzer aufteilen kann. Diese gemeinsame Nutzung kann zu Kosteneinsparungen für den Dienstanbieter führen, insbesondere da Splitter Signale in beide Richtungen senden können, von der Vermittlungsstelle zu den Benutzern und umgekehrt.
 

Optische Splitter

Ein PON nutzt nicht-stromversorgte optische Splitter, um Signale auf ihrem Weg durch das Netzwerk zu trennen und Glasfaserstränge für verschiedene Teile der Netzwerkarchitektur gemeinsam zu nutzen. Da PONs nur am Sende- und Empfangsende des Netzwerks Strom benötigen und bis zu 32 Benutzer mit einem einzigen Glasfaserstrang versorgen können, sind sie sowohl in der Herstellung als auch in der Wartung günstiger als ein AON. (Research Gate März 2018)
 
Das heißt nicht, dass PONs perfekt sind, denn sie haben einige Nachteile: Sie haben eine geringere Reichweite als AONs und bei einem Ausfall ist es schwieriger, das Problem zu isolieren. Da die Bandbreite in einem PON zwischen den Teilnehmern geteilt wird, kann die Datenübertragungsgeschwindigkeit zu Spitzenzeiten sinken, was zu Problemen bei der reibungslosen Nutzung des Dienstes führen kann.
 

Die Vorteile eines PON

PONs kamen 2009 in den Mainstream, da sie entwickelt wurden, um Haushalte massenhaft mit Internet-, Telefon- und TV-Diensten zu verbinden. Der Grund für ihre Popularität liegt in ihren zahlreichen Vorteilen:
 
● Reduzierte Betriebskosten
 
● Geringere Installationskosten
 
● Reduzierte Netzwerkenergiekosten
 
● Eine Reduzierung der erforderlichen Netzwerkinfrastruktur
 
● Keine Notwendigkeit für Netzwerk-Switches
 
● IDF-Immobilien können zurückgefordert werden
 
Beim Einsatz eines PON werden üblicherweise große Bündel herkömmlicher Kupferkabel durch ein deutlich kleineres, handlicheres und kostengünstiger zu wartendes Singlemode-Glasfaserkabel ersetzt. Dies ermöglicht größere Entfernungen zwischen Desktop und Rechenzentrum (bis zu 20 km) und stellt eine deutlich sicherere Option als Kupfer dar, da es schwieriger abzuhören ist und die Verschlüsselung zwischen ONT und OLT erfolgt.
 

Bedeutung des Testens vor der Bereitstellung

Vor der Installation eines PON ist es wichtig, die Installation gründlich zu testen. Um die Erwartungen des Kunden zu erfüllen, muss die Reflexion innerhalb der Glasfaser innerhalb akzeptabler Grenzen liegen. Werden keine ordnungsgemäßen Tests durchgeführt und bleiben übermäßige Reflexionen und Signalverluste im Netzwerk bestehen, kann dies zu schwerwiegenden Leistungsproblemen führen.
 
Eine praktische Methode zum Testen eines PON besteht häufig in der Verwendung von OTDR-Geräten (Optical Time Domain Reflectometry), die die zu verwendende Wellenlängenfrequenz durch das Netzwerk leiten, sodass etwaige Probleme sofort hervorgehoben werden. (Building Industry Consulting Service International (BICSI) 2018)
 

Abschließend

PONs gibt es in der Telekommunikationsbranche schon seit vielen Jahren, doch nun werden sie auch im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und in zahlreichen anderen Branchen eingesetzt und bieten neue Möglichkeiten für kostengünstige und wartungsarme Infrastrukturen. Natürlich gibt es Fälle, in denen AONs besser geeignet sind, aber umfassend getestete PONs und ihre Leistung werden endlich (und zu Recht) als praktikable Alternative zu ihren teureren, strombetriebenen Gegenstücken angesehen.
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